Fears to Fathom: Scratch Creek, die erste Episode der zweiten Staffel und zugleich der erste reine Multiplayer-Ableger der Anthologie, wurde in weniger als einer Woche über 100.000 Mal verkauft – ein Rekord für die lo-fi Horrorreihe. Der obligatorische 2-Spieler-Koop spaltet die Fangemeinde, doch die Gruselatmosphäre, die er erzeugt, lässt sich kaum leugnen.
Veröffentlicht am 26. Juni 2026

Fears to Fathom: Scratch Creek erschien am 10. Juni 2026 und schrieb sofort Geschichte für die Reihe. Entwickelt und veröffentlicht von Rayll (Rayll Studios), markiert Scratch Creek den Beginn der zweiten Staffel der beliebten lo-fi Psychohorror-Anthologie — und kommt mit einer mutigen Designentscheidung: Zum ersten Mal in der Geschichte der Franchise ist der Titel exklusiv als 2-Spieler-Online-Koop konzipiert.
Eine Einzelspieleroption gibt es nicht. Wer mitspielen will, braucht einen Partner, ein Mikrofon und starke Nerven.
Am 16. Juni 2026 — nur sechs Tage nach dem Launch — gaben die Entwickler via Steam bekannt, dass Fears to Fathom: Scratch Creek bereits über 100.000 Mal verkauft worden war. Damit ist es der am schnellsten verkaufte Ableger der gesamten Fears-to-Fathom-Reihe. Die Ankündigung bestätigte, was die gleichzeitigen Spielerzahlen bereits angedeutet hatten: Die Koop-Wette ist zumindest kommerziell aufgegangen.
Getreu der VHS-Lo-Fi-Ästhetik der Anthologie folgt das Spiel Tessa Langley und Marcus Reed, einem Pärchen aus Oregon, dessen Roadtrip eine düstere Wendung nimmt, als die beiden in der unheimlichen Kleinstadt Scratch Creek stranden. Das rund zweistündige Erlebnis setzt voll auf atmosphärischen Schrecken, langsam aufgebaute Spannung und den ganz besonderen Horror, einer bedrohlichen Situation zu begegnen — während man mit einer anderen Person verbunden ist. Ob das Begleitung oder zusätzlichen Stress bedeutet, hängt stark davon ab, wen man einlädt.
Der integrierte Proximity Voice Chat sowie das Matchmaking-System ermöglichen es, auch mit Fremden zu spielen. Die Spannung entfaltet sich jedoch am stärksten, wenn man mit jemandem spielt, den man wirklich kennt.
Mit über 4.200 Nutzerrezensionen auf Steam steht Scratch Creek aktuell bei einem Groesstenteils Positiven Bewertungsschnitt von rund 74% — solide, aber nicht uneingeschränkt. Das Feedback lässt sich recht klar aufteilen:
Das Gute: Koop verstärkt den Horroreffekt auf eine Weise, die der Einzelspielermodus schlicht nicht erreichen kann. Geteilte Panik, Kommunikationspannen und der Druck, sich gegenseitig am Leben zu halten, übersetzen den psychologischen Schrecken der Anthologie in etwas wirklich Interaktives und Einprägsames.
Die Kritik: Mehrere Spieler berichten von spürbaren Bugs, und es gibt eine beinahe universelle Beschwerde über das Spielfinale — eine Verfolgungssequenz, die von vielen Rezensenten als übermäßig frustrierend und unpassend zur sonst atmosphärischen Erzählpace beschrieben wird.
Fears to Fathom: Scratch Creek markiert einen echten Wendepunkt für die Reihe. Der Wechsel zum obligatorischen Koop ist ein kreatives Risiko, das beim Publikum offensichtlich grossen Anklang gefunden hat — 100.000 Verkäufe in weniger als einer Woche sprechen für sich. Dennoch zeigt die 74%-Zustimmungsrate, dass ein nicht unerheblicher Teil der Fangemeinde, insbesondere langjährige Solospieler der Anthologie, sich vom neuen Format ausgeschlossen fühlt.
Wer einen verlässlichen Koop-Partner und Sinn für lo-fi Horror mit echter Spannung mitbringt, sollte Scratch Creek definitiv eine Chance geben. Nur auf das Ende sollte man vorbereitet sein.
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