Die Disco-Punk-Immersive-Sim ist am 1. Oktober erschienen. Frühe Berichte loben die freie Erkundung der Raumstation, nennen aber auch Bugs, umständliche Menüs und fehlenden Feinschliff.

RetroSpace ist am 1. Oktober 2026 erschienen. Steam listet eine Windows-Fassung von Entwickler The Wild Gentlemen und Publisher Kwalee. Der offizielle Account meldete den Start auf Steam und Konsolen. Damit endet eine mehrjährige Vorschauphase für eine Immersive-Sim, die Weltraumhorror mit einer farbenfrohen Ästhetik der 1970er Jahre verbindet.
Schauplatz ist die Raumstation Aurora 5, die in der Nähe eines schwarzen Lochs festsitzt. In der Rolle eines Hausmeisters lassen sich Gefahren schleichend, im direkten Kampf, durch Hacking, Fallen, Umwelteffekte oder alternative Wege bewältigen. Mutamods verändern Fähigkeiten, nach dem Tod folgt ein Klon und freigeschaltete Abkürzungen erleichtern später die Orientierung. Genau darin liegt der wichtigste Grund, das Spiel jetzt in Betracht zu ziehen. RetroSpace richtet sich an Menschen, die einen Ort als zusammenhängendes System erkunden möchten, statt nur einem vorgegebenen Weg zu folgen.
Rock Paper Shotgun hebt die Atmosphäre der Station und das Leveldesign mit seinen versteckten Wegen hervor. Zugleich wirkte ein Teil der Werkzeuge im frühen Eindruck vertraut, sodass der direkte Schusswechsel manchmal attraktiver erschien als eine aufwendige Lösung. GamingTrend testete eine frühe PC-Fassung und lobte Entscheidungsfreiheit, Weltgestaltung, Grafik und Ton. Die Navigation durch Menüs mit Controller sei jedoch umständlich gewesen, zudem seien nach mehreren Patches noch Fehler übrig geblieben.
Deutlich kritischer fiel der Bericht von Gamer Social Club zur Xbox-Series-X-Fassung aus. Gelobt wurden Aurora 5, die Erkundung und die Geschichte. Kritik gab es an Karte, Kampfgefühl, Gegnerverhalten und Grafikfehlern. Ein benötigter Gegenstand erschien zunächst nicht und blockierte den Fortschritt, bis das Spiel neu gestartet wurde. Die Berichte beziehen sich auf unterschiedliche Plattformen und Testfassungen. Daraus folgt nicht, dass jede aktuelle Version dieselben Probleme hat. Sie zeigen aber, warum die eigene Toleranz für technische Schwächen zum Start wichtig ist.
RetroSpace passt vor allem zu Menschen, die Erkundung im Stil von System Shock oder Prey, wenig Wegführung, versteckte Routen und mehrere Lösungswege mögen. Die eigenwillige Horrorkulisse und die zusammenhängende Station sind über mehrere unabhängige Berichte hinweg die klarsten Stärken. Wer kleinere technische Unsauberkeiten bei einem Indie-Spiel akzeptiert, kann schon jetzt genug Freiheit finden.
Warten ist sinnvoller, wenn eine zuverlässige Orientierung, komfortable Controller-Menüs oder die Beseitigung möglicher Fortschrittsblocker wichtig sind. Patchnotes und weitere Berichte zur Verkaufsversion müssen zeigen, wie stark sie sich von den Testfassungen unterscheidet. Diese Startmeldung vergleicht offizielle Angaben mit unabhängigen frühen Berichten und beruht nicht auf einem eigenen BestOfGames-Praxistest.
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