33 Immortals Test – Chaotische 33-Spieler Roguelike-Raids
Ein Blick auf Thunder Lotus' mutiges Experiment: Drop-in-Raids für 33 Spieler, die Hades-artigen Kampf mit MMO-Bosskämpfen mischen. Ich berichte, was funktioniert, wo es hakt und ob die Spielschleife fesselt.
33 Immortals fällt sofort auf, weil es etwas anbietet, das man nicht alle Tage sieht: 33 Spieler in einem Roguelike-Raid. Ich war neugierig, ob Thunder Lotus das präzise, Hades-ähnliche Kampfsystem mit MMO-Bossmechaniken verbinden kann — und größtenteils gelingt das. Das Drop-in-Matchmaking ist in der Theorie genial: keine Lobbys, kein Warten, einfach pures Chaos. Herauskommt eine wilde, oft lohnende Schleife, die aber gelegentlich an Performance- und Skalierungsproblemen stolpert.

33-Spieler-Chaos, geschickt verpackt
Ein Run in 33 Immortals fühlt sich an, als würdest du auf einer hektischen Party landen, auf der alle die Anleitung vergessen haben — und dann gemeinsam die Regeln erarbeiten. Die Kernschleife lässt dich mit bis zu 32 anderen Verdammten Karten erkunden, Horden beseitigen, Elites bekämpfen und Ressourcen für Upgrades sammeln. Bewegung und Angriffe sind kraftvoll, aber präzise; eine perfekte Parade, ein Spezialangriff oder eine Dolch-Kombo mit einem Mitspieler sitzt und fühlt sich verdammt gut an. Die Runs sind in Phasen aufgeteilt: offenes Farmen, kleinere Zielkammern, in denen sich Gruppen aufteilen, und schließlich eine klimaktische „Aufstieg“-Phase, die Überlebende in eine Bossarena führt. Sitzungen sind relativ kompakt — oft 30–45 Minuten, wenn man weiß, was man tut — und das Drop-in-Matchmaking macht es einfach, jederzeit einzusteigen.
Kooperation ohne Mikro: Praktische Designentscheidungen
Was 33 Immortals besonders macht, ist wie es emergente Teamarbeit ohne Voice-Chat erzwingt. Emotes, Pings und kooperative Fähigkeiten funktionieren besser, als ich erwartet hätte; es gibt Momente, in denen eine perfekt getimte Wiederbelebung das Spiel rettet und du laut auflachst. Es entstehen echte Improvisations-Raids: Teleportsteine sparen, Debuffs stapeln oder Pfützen so platzieren, dass du nicht das ganze Team umbringst. Das Spiel belohnt Build-Synergien — Relikte und Waffenmods interagieren auf lohnende Weise — bestraft aber auch schlechte Positionierung gnadenlos. Wenn nur wenige Spieler bis zum Endkampf kommen, ist der Boss brutal und manchmal unbezwingbar; das ist einerseits Teil der Herausforderung, andererseits ein Problem, wenn die Spielerzahlen sinken.
Handgezeichnetes Gemetzel und Technik
Visuell ist der handgezeichnete Stil von Thunder Lotus eine Freude: Charakterdesigns, Boss-Gestaltungen und Effekte sind detailverliebt. Der Soundtrack und die Effekte treiben den Kampf voran — Treffer haben Gewicht, Bosse kündigen Mechaniken akustisch an, und das Hub hat echten Charakter. Auf der anderen Seite kann die Performance in dichten Kämpfen schwanken; ich bemerkte Framerate-Einbrüche und gelegentliche Verbindungsabbrüche, die auch von anderen Spielern berichtet wurden. Die Zugänglichkeit ist solide: einfache Steuerung, klare Fähigkeits-Icons und Meta-Progression, die Einsteiger in höhere Schwierigkeitsgrade führt. Die langfristige Gesundheit des Spiels hängt jedoch von regelmäßigem Content-Update und davon ab, wie gut die Entwickler Serverprobleme und Matchmaking-Eigenheiten ausbügeln.

33 Immortals ist ein mutiges und größtenteils erfolgreiches Experiment: ein Roguelike, das MMO-Raid-Spannung aufnimmt und in kurze, chaotische Sessions packt. Wenn du kooperatives PvE, befriedigende Waffenkombos und eine starke visuelle Handschrift magst, lohnt sich ein Versuch — besonders mit Freunden. Sei auf technische Ecken und Kanten gefasst und darauf, dass das Spiel am besten funktioniert, wenn viele echte Spieler online sind.








Vorteile
- SĂĽchtigmachende Drop-in-Koop-Schleife, die erinnerungswĂĽrdige Raid-Momente schafft
- Unterscheidbare Waffen und befriedigendes, Hades-ähnliches Kampftiming
- Wunderschöne handgezeichnete Optik und druckvolles Sounddesign
- Clever gestaltete Kooperationswerkzeuge (Pings/Emotes) — kein Mikro nötig
Nachteile
- Serverprobleme, gelegentliche VerbindungsabbrĂĽche und Performance-EinbrĂĽche
- Endboss-Skalierung wirkt unfair, wenn zu wenige Spieler ankommen
- Zum Start wirkt der Content begrenzt — mehr Karten und Relikte wären gut
Spielermeinung
Spieler loben vor allem die Kampfschleife, die Optik und das ungewöhnliche 33-Spieler-Drop-in-Format. Häufig werden die befriedigende Waffenvielfalt und die Progression erwähnt — neue Waffen und Perks freizuschalten macht Spaß und hält die Runs spannend. Auch die Community-Stimmung wird oft hervorgehoben: Spieler helfen einander, teilen Taktiken und feiern gelungene Wiederbelebungen. Negativ fallen Serverabbrüche, gelegentlicher Lag und die Kritik auf, dass der Endboss unbesiegbar wirkt, wenn nur wenige Spieler überleben. Ein wiederkehrendes Thema ist die Sorge um die langfristige Spielerbasis und der Wunsch nach regelmäßigen Content-Updates. Dennoch sind die meisten Early-Player begeistert und nachsichtig, besonders angesichts des moderaten Preises.




