Aces of Thunder Test – Cockpits, VR und raue Kanten
Aces of Thunder verspricht eine cockpit-zentrierte WWII-Flugsimulation für VR. Die Maschinen fühlen sich großartig an, doch holprige VR-Menüs, unzuverlässige HOTAS-Unterstützung und Performance-Probleme bremsen das Erlebnis. Ein zwiegespaltenes Spiel für Flugsim-Fans.
Ich bin mit großen Erwartungen in Aces of Thunder gestartet: Ein von Gaijin entwickelter, cockpit-zentrierter WWII-Simulator mit nativer OpenXR-VR-Unterstützung hörte sich nach genau meinem Spiel an. Auf dem Papier stimmt vieles — ikonische Flugzeugauswahl, Cockpit-only Luftkämpfe und Hangar-Erkundung — aber die Launch-Version wirkt inkonsistent. Es gibt echte Leuchttürme (detaillierte Cockpits, phasenweise befriedigendes Fluggefühl) und nervige Designentscheidungen (Menüs, wenige interaktive Elemente). Wenn du War Thunder magst und dir eine schlankere, VR-fokussierte Erfahrung wünschst, ist das hier nah dran — nur mit ein paar störenden Ecken.

Luftkämpfe aus dem Pilotensitz
Der Kern von Aces of Thunder ist simpel und direkt: Du sitzt im Cockpit, siehst, fliegst, kämpfst. Gefechte und Missionen laufen strikt aus der Cockpit-Perspektive — Third-Person gibt es nicht — und das verleiht den Duellen eine knappe, persönliche Intensität. Das Fliegen von P-51 oder Spitfire in VR ist überraschend befriedigend: die Modelle haben Gewicht, die Steuerung reagiert glaubwürdig und man merkt, wenn ein Manöver Geschwindigkeit kostet. Allerdings sind die möglichen Spieleraktionen schmaler als erhofft. Die meisten Interaktionen reduzieren sich auf Stick, Schubhebel und ein paar Umschalter; viele Systeme (Kühler, feine Motorsteuerung) sind abstrahiert oder über Radialmenüs gelöst. Nach ein paar Einsätzen beginnt dieses Fehlen physischer Schalter bei Sim-Veteranen zu kratzen.
Wenn das Cockpit schön ist — aber teilweise stumm bleibt
Was das Spiel wirklich hervorhebt, ist die Liebe zum Cockpit-Detail: Instrumentenblätter, Gebrauchsspuren und die haptische Größe der Anzeigen sind liebevoll nachgebildet. Zwischen den Missionen den Hangar zu betreten ist ein netter Bonus und die VR-Cockpits verkaufen Präsenz deutlich besser als flache Screenshots. Diese Politur ist jedoch inkonsistent. Zahlreiche Spieler (ich eingeschlossen) bemängelten die eingeschränkte Interaktivität — viele Hebel sind rein dekorativ — und die Kollisionen der VR-Hande wirken manchmal fummelig. Menüs und Radial‑UIs, die für Motion Controller gedacht sind, funktionieren oft schlecht mit HOTAS-Setups, sodass man mehr mit Einstellungsakrobatik als mit dem Fliegen beschäftigt ist. Hier prallt Ambition (voll modellierte Cockpits) auf unvollständige Interaktionssysteme.
Grafik, Sound und Stabilität — ein Gemisch
Nahansichten der Flugzeuge und Cockpits sehen sehr gut aus, Materialien und Zifferblätter sind meist gut lesbar, wenn man sich vorbeugt. Außerhalb der Haube leiden Terrain, Vegetation und entfernte Objekte teilweise unter aggressivem Post‑Processing, Flimmern und LOD‑Pop — besonders in VR auffällig. Der Sound ist solide: Motoren, Wind und Waffen klingen druckvoll und ortbar. Leider sind Performance und Stabilität zum Launch bei einigen Nutzern wackelig; ich las von Einbrüchen, Abstürzen und instabilen Framerates selbst auf modernen Systemen. OpenXR‑Support und breite Headset‑Kompatibilität sind ein Plus, und HOTAS lässt sich binden, aber die fehlenden Werkzeuge zur feinen Kalibrierung machen das Tuning mühsam. Kurz: eindrucksvolle Cockpit‑Fidelity, holprige Außenwelt und technische Baustellen, die Patches brauchen.

Aces of Thunder ist eine vielversprechende, cockpit‑zentrierte Flugsimulation, die zum Start holprig landet. Ich mochte die Nahansichten der Cockpits und die gelegentlich befriedigenden Luftkämpfe, doch ungeschickte VR‑Menüs, inkonsistente HOTAS‑Unterstützung und technische Probleme machen das Spiel derzeit zu einem Kauf‑für‑später. Wenn Gaijin schnell nachlegt und bessere Eingabetools liefert, könnte es ein erstklassiger VR‑Luftkampf‑Sim werden; aktuell würde ich auf einen Patch warten.







Vorteile
- Sehr detaillierte Cockpits und authentische Flugzeugauswahl
- Cockpit‑Only-Luftkämpfe sorgen für immersive, knappe Duelle
- Native OpenXR‑VR‑Unterstützung und Hangar‑Erkundung
- Gutes GrundfluggefĂĽhl, wenn die Systeme mitspielen
Nachteile
- Fehlerhafte bzw. umständliche VR‑Interaktion und Menüs
- HOTAS‑Belegung und Feinabstimmungs‑Tools fehlen
- Performance‑ und Grafikinkonsistenzen außerhalb der Cockpits
Spielermeinung
Das Spieler-Feedback zum Launch ist laut und deutlich: Viele loben die Idee und einzelne visuelle Aspekte, doch die wiederkehrenden Beschwerden überwiegen. Häufige Themen sind unzuverlässige VR‑Controller‑Interaktionen, umständliche Menüs, die Motion Controller erzwingen, selbst bei HOTAS‑Nutzung, sowie inkonsistente HOTAS‑Unterstützung — Achsenbelegung und Kurven fehlen oder sind schwer einstellbar. Performance‑Berichte schwanken: Einige erreichen saubere 90fps, andere kämpfen mit Stottern und Abstürzen. Mehrere Bewertungen vergleichen das Spiel negativ mit War Thunder (und VTOL VR in Sachen Cockpit‑Interaktion) und beschreiben den Launch eher als Tech‑Demo denn als fertige Simulation. Gleichzeitig verteidigt eine Gruppe das Spiel: Sie richteten HOTAS ein, genießen die Cockpit‑Immersion und finden die Dogfights belohnend, wenn alles funktioniert. Fazit der Community: Potenzial ist da, aber wer HOTAS/VR‑Fidelity erwartet, sollte auf Patches warten.




