Arms of God Test — Brutale Bullet-Heaven-Roguelite mit Fünfarm-Chaos
Ein von einem kleinen Team entwickeltes, Doom-angehauchtes Bullet-Heaven: Bis zu fünf Waffen gleichzeitig, miteinander verschmelzen und Dämonenhorden durch 60 handgefertigte Level metzeln. Metal, Wucht und perfekte Steam-Deck-Sessions.
Ich bin ohne große Erwartungen in Arms of God gestartet – dachte an eine Mischung aus Vampire Survivors und Brotato – und ging heraus mit einem Grinsen, einer neuen Templer-Cosplay-Idee und schmerzenden Daumen vom vielen, herrlichen Geballer. Dark Jay Studio quetscht erstaunliche Tiefe in ein Auto-Shooter-Spiel: fünf Waffen gleichzeitig, Verschmelzen von Upgrades und ein Kathedralen-Hub, der Progression wirklich greifbar macht. Wer schnelle Arena-Runs, kräftiges Trefferfeedback und Metal im Hintergrund mag, wird hier glücklich.

FĂĽnf Arme schwingen lassen, sich wie eine Macht fĂĽhlen
Die Kernschleife ist wunderbar simpel: Arena betreten, bis zu fünf "heilige Arme" (Nah- und Fernkampf) ausrüsten und Wellen von Dämonen überleben, während man Upgrades einsammelt. Der Kampf hat mehr Wucht als typische Auto-Shooter — Treffer haben Biss, Gegner fliegen durch die Gegend und bluten auf eine zufriedenstellende, DOOM-ähnliche Art, und Ausweichen hält einen permanent in Bewegung. Ich verbrachte viele Runs damit, zwischen einem verschmolzenen Schrotflinten-Hammer und rein taktischem Spiel zu wechseln: Positionierung für Synergien, Timing beim Verschmelzen und Abklingzeiten jonglieren. Das Fünf-Waffen-System ist hier wirklich der Star — es macht aus einem reinen Zahlen-Spiel echte taktische Entscheidungen, bei denen die Mischung aus Nah- und Fernkampf on-the-fly zählt.
Wenn Waffen verschmelzen, entsteht Chaos
Was Arms of God besonders macht, ist das Mergen von Waffen und das Meta-Hub-Progressionssystem. Es gibt 60 einzigartige Waffen und eine angenehme Upgrade-Ökonomie: Du kannst Waffen upgraden und dann zu Frankenstein-Builds verschmelzen, die den Bildschirm auslöschen — manchmal auf urkomische Weise. Jenseits roher Gewalt haben Gegner eigene Angriffsmuster, die euch zum Anpassen zwingen: Einige graben, andere flankieren oder explodieren beim Tod, und Bosse verlangen, dass du in einen Rhythmus kommst, statt dieselbe Taktik zu spammen. Die Kathedrale als Hub ist mehr als ein Menü — Training, Waffenkammer, Alchemie und Heldenbeschwörung geben langfristige Ziele, sodass auch verlorene Runs sich wie Fortschritt anfühlen. Da das Spiel auf dem Steam Deck gut läuft und einhändige Steuerung bietet, habe ich zwischen kleinen Pausen immer mal wieder Runs eingelegt — genau die Arcade-Befriedigung, die dieses Genre braucht.
Blut, Stil und der Klang von Metal
Arms of God kleidet seine Systeme in einen düsteren, stilisierten 3D-Look, der Höllenmotive nutzt, ohne zu überladen zu wirken. Die Figuren sind handgesculpted, die Farbpalette wirkt gelegentlich etwas zurückhaltend — hier hätte ich mir mehr Farbakzente in den Arenen gewünscht — aber Animationen wie Waffenschwünge und Gore-Effekte sitzen. Der Soundtrack drückt wie ein Metal-Treibstoff den Kampf voran: Gitarren und Schlagzeug treiben zu aggressivem Spiel an und machen Bosskämpfe filmisch. Die Performance ist auf meinem PC stabil und der Eindruck vom Steam Deck ist exzellent; Barrierefreiheit ist überschaubar, aber die einhändige Spieloption stimmt und ist ein netter Bonus. Einige Animationen sind etwas steif und die Tutorials nerven, weil sie sich wiederholen, aber das audiovisuelle Paket unterstützt die Stimmung des Spiels insgesamt gut.

Arms of God ist ein selbstbewusstes, brutales und mechanisch reiches Bullet-Heaven, das bereits im Early Access viel Spaß macht. Es sticht durch das Fünf-Waffen-Merging, das kräftige Kampfgefühl und die lohnende Progression hervor, könnte aber in Sachen visueller Vielfalt und Animationen noch etwas Feinschliff vertragen. Kaufen, wenn du Arena-Roguelites mit tiefen Build-Mechaniken liebst — und die Updates im Blick behalten, denn daraus kann Großes werden.








Vorteile
- Innovatives FĂĽnf-Waffen-System mit tiefen Merge-Synergien
- Befriedigendes, kräftiges Trefferfeedback und metal-lastiger Soundtrack
- Solide Meta-Progression durch die Kathedrale macht Runs lohnend
- Läuft gut auf Steam Deck und unterstützt einhändige Steuerung
Nachteile
- Arenen-Grafik und Farbpalette wirken manchmal blass
- Einige Animationen sind steif und das ständige Wiederholen von Tutorials nervt
- Early Access braucht mehr Inhaltsvielfalt, um langfristig hervorzustechen
Spielermeinung
Spieler loben immer wieder die Waffenvielfalt, das befriedigende Fünf-Arm-Kampfgefühl und die Freude daran, kaputte, aber geile Waffenkombinationen zu entdecken. Viele vergleichen das Spiel positiv mit Brotato, Vampire Survivors und DOOM wegen Atmosphäre und Kampfgewicht. Nutzer heben hervor, dass die Meta-Hub-Progression (Training Ground, Armory, Alchemy, Bell Tower) die Motivation zwischen den Runs hochhält. Kritikpunkte sind ebenfalls häufig: Spieler wollen mehr Inhaltsvielfalt, buntere Arenen, weniger Tutorial-Wiederholungen und noch knackigeres Treffer-Feedback. Dass das Spiel von einem kleinen Team kommt, finden viele respektabel — Reviews betonen den guten Preis und die starke Steam-Deck-Performance. Wenn du Vampire Survivors, Brotato oder Roguelites mit tiefem Build-System magst, wirst du wahrscheinlich großen Spaß an Arms of God haben.




