Culdcept The First Test – Klassische Karten-Brett-Strategie auf dem PC
Ich habe CITY CONNECTIONs PC-Port von Culdcept The First gespielt — eine skurrile Mischung aus Monopoly und Sammelkartenspiel. Tiefe Strategie, angestaubte Optik und nützliche QoL-Updates, aber mit gelegentlichen Abstürzen und rauen Kanten.
Aus reiner Neugier und einem ordentlichen Schuss Nostalgie bin ich in Culdcept The First eingestiegen. CITY CONNECTION hat das originalgetreue Culdcept-Erlebnis für Windows (Erscheinungsdatum: 29. Juli 2026) gebracht und ihm einige moderne Komfortfunktionen verpasst — aber die Eigenheiten des Originals blieben erhalten. Wer lange, taktische Partien mag, die Würfelbewegung mit Deckbau und Gebietskämpfen verbinden, findet hier ein seltenes Stück Geschichte mit Biss. Erwarte süchtig machende Züge, gelegentliche Frustmomente und massives „nur noch eine Runde“-Syndrom.

Würfeln, Beanspruchen und Dein ‚Buch‘ bauen
Culdcept spielt sich wie Monopoly, das mit einem Sammelkartenspiel verkuppelt wurde: Du bewegst dich per Würfel, platzierst Kreaturen auf Feldern, um Gebiete zu beanspruchen, und stellst vor jeder Partie ein 50-Karten‑„Buch“ zusammen. Jede Runde ist ein Balanceakt aus Bewegung, Beschwörung und Ressourcenverwaltung — Geländetypen, Kreaturenwerte und Adjazenzboni zählen alle. Magische Energie (die Siegressource) erhältst du, wenn du bestimmte Felder passiert oder Gegner auf deinen Feldern zur Kasse gebeten hast. Kämpfe werden mit den beschworenen Kreaturen, Item‑Karten und Geländeboni entschieden; manchmal verändert ein gut getimter Zauber den gesamten Spielverlauf. Der Rhythmus ist seltsam süchtig machend: ziehen, bewegen, beschwören, abwarten, kassieren — und das über lange, kreisförmige Bretter.
Wenn Kartenschmiede auf Monopoly trifft (und mehr)
Was Culdcept auszeichnet, ist die Tiefe der Interaktion zwischen Deckbau und Brettkontrolle. Das Spiel bietet Hunderte von Karten (laut Beschreibung über 300 Typen und rund 180 Kreaturen) und das klassische Land-Aktien‑System erlaubt es dir, auf Geländetyp‑Werte zu wetten — ein Meta‑Gambling, das Voraussicht belohnt. Der PC‑Port bringt moderne QoL‑Schalter wie Rewind (zu Checkpoints zurückspringen), Quick Save & Load, Bonus Pack für mehr Belohnungskarten und Reveal Hands, um beide Hände anzuzeigen. Diese Optionen glätten zähe Abschnitte und machen lange Partien weniger hart, besonders für Einsteiger. Erwarte eine steile, aber lohnende Lernkurve: frühe Spiele lehren harte Lektionen — und glorreiche Comebacks sind möglich, wenn du Gebiete im richtigen Moment schnappst.
Pixel‑Charme, Musik und raue Kanten
Optisch ist das eine treue, altmodische Präsentation: PS1‑ähnliche Sprites, hochskaliert ohne echte Breitbild‑Überarbeitung. Soundtrack und cheesy Dialoge verstärken den Retro‑Charme, aber moderne Politur darfst du nicht erwarten. Technisch gibt es gemischte Berichte — viele loben Quick Save und Reveal Hands als große Verbesserungen, während andere über Controller‑Probleme, fehlende Mausunterstützung und Steam‑Deck‑Blackscreens klagen (Proton Experimental hilft manchen). Ich erlebte lange Animationen und gelegentliche Stotterer auf schwächeren Systemen; der Kern läuft jedoch meist flüssig. Wenn du Strategie mehr liebst als Glanz, fühlt sich die Präsentation an wie ein nostalgisches, etwas angerautes Ausstellungsstück — liebenswert, aber nicht perfekt.

Culdcept The First ist eine kuriose, aber lohnende Angelegenheit: ein tiefes, mitunter langsames Strategiespiel, das Geduld und Deckbau belohnt. Fans von Brett/Karten‑Hybriden verzeihen wohl die angestaubte Optik und freuen sich über die QoL‑Verbesserungen, doch wer ein modernes, rundes Port oder reibungslose Handheld‑Performance erwartet, sollte vorsichtig sein. Teste die Demo, beobachte Patches — und wenn du lange, taktische Partien magst, ist dieses alte Juwel die Fahrt wert.








Vorteile
- Tiefgründige Mischung aus Deckbau und Brettkontrolle
- Nützliche QoL‑Extras (Rewind, Quick Save, Reveal Hands)
- Großer Kartenpool und strategische Vielfalt
- Fühlt sich wie Spielgeschichte an — nostalgischer Charme
Nachteile
- Rudimentärer Port: keine Breitbild‑ oder Mausunterstützung
- Meldungen über Abstürze, Blackscreens auf Steam Deck und Controllerprobleme
- Lange Partien und wiederholende Animationen wirken manchmal zäh
Spielermeinung
Spieler freuen sich, das originale Culdcept endlich auf dem PC zu haben — viele nennen es ein lange ersehntes Erlebnis für Fans ohne Emulation. Gelobt werden die süchtig machende Strategie, tiefe Deckbau‑Mechaniken und QoL‑Extras wie Reveal Hands und Quick Save, die Marathonpartien erträglicher machen. Gleichzeitig treten klare Beschwerden auf: mehrere Nutzer melden Softlocks, Blackscreens auf dem Steam Deck (Proton Experimental hilft manchen), fehlende Mausunterstützung und hakelige Controllersteuerung. Neulinge bemerken das langsame Tempo und die steile Lernkurve, sagen aber oft, dass sich der Aufwand lohnt. Wenn du lange, taktische Brett/Karten‑Hybride magst, wirst du laut Community viel Freude haben — aber rechne mit rauen Kanten, bis Patches kommen.




