Denshattack! Test – Mit dem Zug ollie’n durch eine schräge Dystopie
Spring auf einen gravity-defying Zug, der kickflippt, grindet und durch neongetränkte Level rast. Tony-Hawk-Action trifft Jet-Set-Radio-Vibes – mit verrückten Bossen und einem unwiderstehlichen Soundtrack.
Denshattack! ist so eine Indie-Idee, die auf dem Papier wie ein Witz wirkt — und dann verdammt gut funktioniert. Du steuerst einen individuell gestalteten, die Schwerkraft ignorierenden Zug und kettelst Kickflips, Grinds und Drifts, während du durch versiegelte japanische Städte, Vulkane und Ozeane rast. Das Spiel trägt seine Einflüsse (Tony Hawk, Jet Set Radio, Crazy Taxi) offen zur Schau, wirkt aber trotzdem eigenständig dank bombastischer Bosskämpfe, hohem Tempo und einem Soundtrack, der dich nicht loslässt. Wer Arcade-Action mit einer frechen, anime-getönten Attitüde mag, sollte hier reinschauen.

Kickflips auf der Schnellfahrbahn
Die Kernschleife ist herrlich eingängig und gleichzeitig befriedigend tief. Du preschst über Schienen, katapultierst dich in die Luft, verkettst Lufttricks und landest sauber, um dann an Rails zu grindern und Combos am Leben zu halten. Levels werden nach Trickpunkten und Zeit bewertet; das Spiel trennt diese Ziele geschickt, sodass du entweder stylische Highscore-Läufe oder blitzsaubere Speed-Runs verfolgen kannst. Die Steuerung ist knackig: Driften, Boost, Tricks und ein intuitives Greif-/Flip-System, das Timing belohnt. Du wirst Levels mehrfach spielen, um Routen zu lernen, alternative Linien zu meistern und durch riskante Abkürzungen Zeit herauszuholen — Risiko gegen Belohnung zahlt sich aus.
Vom Bahngelände bis zum Kaiju-Duell
Was Denshattack! über die „Skate-on-Rails“-Gimmickstufe hebt, ist die Abwechslung. Jede Region bringt neue Spielideen — versiegelte Städte, Schneefelder, Vulkangefahren — und einzigartige Boss-Setpieces, die die Strecke zur Arena machen. Die Bosse sind theatralisch: Mecha-Magical-Girls, bewegliche Burgen, mechanische Würmer — und sie fordern alles, was du über Bewegung und Tricks gelernt hast. Es gibt eine leichte Progression mit Zuganpassungen, freischaltbaren Teilen und Kosmetik sowie optionale Dares und Sammelobjekte, die zum Wiederholen einladen. Die Story und die Schar schrulliger Outcasts verleihen Charme, ohne das Arcade-Tempo zu bremsen.
Neon, Sound und Technik
Die Präsentation sticht heraus: mutige, bunte Grafik, die an die Dreamcast-Ära erinnert, aber modern veredelt ist. Der Soundtrack stiehlt die Show — J-Pop, Techno und Gaststimmen treiben die Levels voran und machen Wiederholungen cineastisch. Audiohinweise sind auch spielrelevant und signalisieren Gefahren oder Bossattacken. Auf dem PC läuft das Spiel flüssig unter Windows (Zielplattform der Veröffentlichung), und die Community berichtet sogar von funktionierender Linux-Unterstützung im Alltag — praktisch, wenn man gern bastelt. Zugänglichkeitsoptionen sind sinnvoll: klare Tutorials, stufenweise Lernkurve und genug Härte für Spieler, die das hohe Skill-Limit ausreizen wollen.

Denshattack! ist eine freche, fröhliche Arcade-Fahrt, die eine verrückte Prämisse in großes Spielvergnügen verwandelt. Ideal für alle, die Highscores, ausdrucksstarke Tricks und eine laute, charakterstarke Präsentation lieben. Kaufen lohnt sich für einen sofortigen Adrenalinkick und langfristige Meisterschaftsziele — sei nur bereit für eine kleine Lernkurve und das gelegentliche Grind-Feeling, das nicht jedem zusagt.











Vorteile
- Süchtig machender Soundtrack mit namhaften Gastkünstlern
- Stilvolles, energiegeladenes Leveldesign mit ständigen Überraschungen
- Tiefes, lohnendes Tricksystem mit hohem Skill-Limit
- Fantastische Bosskämpfe und abwechslungsreiche Regions-Gimmicks
Nachteile
- Das Grind-Handling kann für manche Spieler unbefriedigend sein
- Offiziell auf Windows fokussierte Veröffentlichung (Community meldet aber Linux-Läufe)
- Gelegentliche Wiederholung, wenn man nur Zeitläufe ohne Abwechslung verfolgt
Spielermeinung
Die Community-Reaktionen sind überwältigend positiv. Spielende loben die nostalgische, aber frische Stimmung und vergleichen oft mit Jet Set Radio, Tony Hawk und Dreamcast-Arcade-Klassikern. Viele heben den Soundtrack und die Levelvielfalt hervor, die zum Wiederholen animieren; einige Reviews sehen das Spiel bereits als Anwärter auf das Spiel des Jahres. Kritikpunkte treten selten auf: Manche empfinden das Grind-Handling als hakelig, und einige sorgen sich vor Wiederholungseffekten — doch die optionalen Dares, alternativen Routen und Boss-Vielfalt halten laut Mehrheit die Abwechslung hoch. Fazit der Spieler: süchtig machend, stylish und mehrfach spielenswert.




