Hand of Fate: Hordes Review – Deckbuilding-Bullet-Heaven mit dem Charme des Dealers
Ein düsteres Fantasy-Survivor, das Deckbuilding mit chaotischer Bullet-Heaven-Action kombiniert. Atmosphärische Erzählung, vier Helden und ein paar raue Kanten sorgen für Spannung.
Ich bin in Hand of Fate: Hordes gesprungen, weil ich auf das bekannte Grinsen des Dealers und einen frischen Spin fürs Survivor-Genre gehofft habe – und genau das bekam ich. Das Spiel verbindet die Deckbau-Spannung der Hand of Fate-Reihe mit hektischer Bullet-Heaven-Action: Du planst Builds und weichst gleichzeitig Salven aus. Atmosphärisch trifft es einen Nerv, nicht zuletzt dank der gesprochenen Erzählung und dem düsteren Fantasy-Anstrich. Wenn du Läufe magst, die Strategie und Chaos mischen, lohnt sich ein Blick—auch wenn an manchen Stellen noch nachpoliert werden könnte.

Überleben in den Shadow Vaults
Hordes wirft dich hinter das 13. Tor in enge, hallende Arenen, in denen jede Begegnung wie ein kleines Setpiece wirkt. Die Schleife ist auf dem Papier simpel: Wähle einen Pfad, nimm Karten und Ereignisse vom Dealer und überlebe dann eine kurze, intensive Survivor-ähnliche Kampfphase. Der Kampf mischt Fernkampf, Nahkampf und Magie, abhängig davon, welchen der vier Helden du wählst: Der Trickster ist wendig und listig, der Goblin chaotisch und auf Nahkampf ausgelegt, der Warrior steht als Panzer in der Front, und der Rebel bewegt sich zwischen Fernkampf und riskanten Fertigkeiten. Du jonglierst ständig mit Positionierung, Ausweichen von Projektilen und dem Einsatz der Werkzeuge, die dir dein Deck gibt — Bomben, Buffs, temporäre Waffen und Glücksbasierte Minispiele. Läufe fühlen sich knackig an, weil die Level kurz, aber voll mit Zielen, Truhen und Mini-Quests sind; es gibt also immer einen Grund zu erkunden statt nur Gegner zu kiten.
Wenn das Deck den Kampf formt
Der Deckbau ist die Seele des Spiels. Du findest nicht nur Loot; du formst ein Karten- und Ereignisdeck, das die Karte und deine Optionen im Kampf verändert. Karten bringen Waffen, Segnungen, Begegnungen und Modifikatoren und können einen Lauf von mau zu großartig drehen, wenn du die richtigen Synergien erwischst. Es gibt außerdem Würfel- und Shuffle-Minispiele, mit denen du zusätzliche Segnungen gewinnst, sowie Tokens als Meta-Währung, die persistente Belohnungen zwischen den Läufen freischaltet. Es ist selten, in einem Survivor-Spiel zu sehen, dass narrative Begegnungen, Kartenwahl und Kampfrhythmus so eng verflochten sind — manchmal ist das brillant (die Dealer-Erzählung verkauft Atmosphäre wie Süßigkeiten), und manchmal fühlen sich die Kartenunterbrechungen mitten im Gefecht ungeschickt an und zerreißen den Fokus.
Bühne aus Klang und Schmutz
Optisch setzt Hordes auf schmutzige Fantasy: gedämpfte Paletten, blutgetränkte Böden und stimmungsvolle Beleuchtung, die die Dealer-Erzählung noch eindringlicher macht. Animationen sind lebhaft und gut lesbar — wichtig, wenn dutzende Projektile den Bildschirm füllen. Audio ist ein klarer Pluspunkt: Die Stimme des Dealers (Anthony Skordi) verleiht dem Spiel Gewicht und Charakter, und Soundeffekte signalisieren telegraphierte Angriffe. Die Performance läuft überraschend rund selbst auf sparsamer Hardware; viele Spieler berichten von stabilen 60+ fps auf Mittelklasse-PCs. Zugänglichkeit und UI sind in Ordnung, aber noch verbesserungswürdig: Manche Menüs und Dialogauswahlen verlangen nach Tastatursteuerung und einem klareren Tutorial, und die Entwickler sollten daran arbeiten, dass Kartenereignisse weniger aggressiv mitten im Kampf unterbrechen.

Hand of Fate: Hordes ist ein reizvoller Hybrid: Es trifft Stimme und Stimmung und bietet zugleich tiefgehende, build-getriebene Läufe. Am besten ist es für Spieler, die strategische Deckentscheidungen mit intensiver Arena-Action mögen — und die mit rauen Early-Access-Kanten bei Meta-Progression und UI leben können. Kaufen, wenn du ein frisches Hand of Fate-Erlebnis mit echtem Wiederspielwert willst; warten, wenn dich winzige Prozent-Boni nervös machen.







Vorteile
- Gelungene Verschmelzung von narrativem Kartenspiel und hektischer Bullet-Heaven-Action
- Hervorragende Dealer-Erzählung und starke Atmosphäre
- Vier einzigartige Helden und viele Build-Varianten
- Läufe sind kurz, knackig und sehr wiederholbar
Nachteile
- Die Meta-Progression wirkt grindig und reduziert Belohnungen oft auf winzige %-Boosts
- Karten-Ereignis-Unterbrechungen können den Kampffluss stören
- UI/UX und Tutorial brauchen Feinschliff; Tastatursteuerung fehlt an einigen Stellen
Spielermeinung
Die Spieler sind größtenteils begeistert: Lob gibt es oft für die Dealer-Erzählung, die Atmosphäre und die süchtig machende Schleife aus Karten- und Survivor-Kämpfen. Viele Rezensenten sagen, dass das Spiel den klassischen Hand of Fate-Ton trifft und gleichzeitig frische Survivor-/Bullet-Heaven-Mechaniken bringt — Fans der alten Spiele sind größtenteils zufrieden. Die Kritik konzentriert sich auf die Meta-Progression (die viel kritisierten +1%-Boosts), die von mehreren Nutzern als langweilig oder veraltet bezeichnet wird, sowie auf UX-Nervigkeiten wie schlechtes Tutorial-Tempo und hakelige Dialog-/Kartennavigation. Einige Spieler erwähnten Lücken aus der Early-Access-Phase — der Deckbau und Inhalte sind teilweise noch in Arbeit — empfanden das aktuelle Erlebnis aber trotzdem als spaßig und vielversprechend. Wenn du Hand of Fate 1/2 oder Survivor-Modi wie in Deep Rock Galactic magst, findest du hier wahrscheinlich viel Liebe, musst aber mit ein paar rauen Stellen rechnen, die mit Updates besser werden sollten.




