How Many Dudes? Test – Chaotischer Roguelike-Autobattler mit endlosen Synergien
Ich habe Dutzende Stunden mit dem schrulligen Armee-Bauer von Butterscotch Shenanigans verbracht. How Many Dudes? ist ein herrlich absurdes, extrem wiederholbares Roguelike-Autobattler, das von verrückten Kombos, Relikten und Chaos lebt. Ideal für kurze Runs und lange Theorycrafting-Sessions.
Ich bin bei How Many Dudes? mit der Erwartung eines netten Gags gestartet und habe eine kleine Sucht mitgenommen. Der Windows-exklusive (zum Release) Titel von Butterscotch Shenanigans macht „Rekrutieren“ zur strategischen Freude, in der 42 schräge Dude-Typen in herrlich kaputten Synergien aufeinandertreffen. Wenn du die Befriedigung von Slay the Spire magst, aber in Cowboyhüten, Zombies und purer Albernheit, dann bist du hier richtig.

Rekrutierungschaos auf der Dude Ranch
Im Kern ist How Many Dudes? wunderbar simpel: Du rekrutierst Dudes, stellst dein Heer zusammen und beobachtest, wie das Chaos vor deinen Augen entfaltet wird. Der Kampf läuft im Autobattler-Stil ab—deine Dudes agieren automatisch, aber die Entscheidungen passieren zwischen den Kämpfen: welche Dudes, Trinkets und Relikte nimmst du mit. Jeder Run führt dich durch eskalierende Gegnerwellen und absurde Bosskämpfe (von Kleinkindern bis zu Göttern, kein Witz), sodass du permanent Offensiv-, Defensiv- und Synergie-Überlegungen jonglierst. Ich habe oft gelächelt, wenn eine scheinbar sinnlose Kombination – etwa explodierende Zombie-Dudes plus ein Cowboy, der sie in eine Menge laso — ganze Wellen in Konfetti verwandelt hat. Die Spielschleife belohnt kreative Setups mehr als stupides Grindeln; manchmal stirbt ein Run früh, weil man gierig wurde, und manchmal trägt dich ein doofer Combo bis zum finalen Akt.
Wenn Kaputtsein Schön ist: Synergien und Relikte
Was das Spiel besonders macht, ist das Ausmaß an kombinatorischem Wahnsinn. Mit 42 Unique Dudes in sechs Familien und Hunderten von Relikten und Trinkets fordert das Spiel dich förmlich heraus, es zu „brechen“. Relikte können die Regeln verbiegen — einem Wizard einen Feuerball-Salvenwurf beim Bewegen geben oder Finance Dudes Bargeld generieren lassen dank einer makabren Lebensversicherung — und von Bossen erhaltene Trinkets zielen auf bestimmte Dude-Typen und eröffnen wilde Archetypen. Der Ensemble-Modus (Vor-Auswahl deines Traumteams) und der Daily Dude (zeitlich begrenzte Herausforderungen) erlauben es, Runs gezielt statt zufällig anzugehen. Ich habe stundenlang Theorycrafting betrieben: Welche Reliktpaare verstärken Shuriken-Spam, welches Trinket macht Samurai-Taser-Kombos urkomisch. Es ist genau dieses Design, das „nur noch ein Run“ provoziert, weil das nächste dumme Experiment episch ausfallen könnte.
Präsentation, die die Albernheit verkauft
Optisch setzt das Spiel auf lesbare, cartoonhafte Pixel und alberne Animationen, die jedes Scheitern eher wie einen Gag wirken lassen als ein Drama. Sound und Musik sind knackig—kleine SFX-Momente haben mich laut lachen lassen, wenn ein Dude eine übertriebene Animation abzieht. Die Performance auf Windows war in meinen Sessions stabil, und die UI ist so sauber, dass man ohne Zusammenzucken theorieren kann; einige Spieler haben Übergangsbildschirme und kleine Kunst-Polish kritisiert, und da sehe ich ebenfalls noch Verbesserungsmöglichkeiten. Barrierefreiheit wie Textvergrößerung ist vorhanden—ein nettes Detail für lange Sessions. Insgesamt ist die Produktion charmant: kein AAA-Glanz, aber alles dient dem Witz und der Strategie dahinter.

How Many Dudes? ist ein fröhlicher, oft urkomischer Autobattler, der die Balance zwischen zugänglichen Runs und tiefem Combo-Theorycrafting trifft. Für kurze Sessions und lange Experimente gleichermaßen geeignet—Puristen, die gnadenlose Schwierigkeit oder starke Meta-Progression suchen, könnten sich jedoch unterfordert fühlen. Preis und Qualität auf Windows stimmen, daher eine klare Empfehlung, wenn du alberne Strategie und das absichtliche „Kaputtmachen“ von Regeln magst.






Vorteile
- Endlose, urkomische Synergien und tiefes Theorycrafting
- Zugängliche Autobattler-Schleife — leicht zu lernen, schwer loszulassen
- Starke Präsentation mit charmanten Artworks, tollen SFX und Musik
- Modi wie Ensemble und Daily Dude sorgen für Abwechslung und Ziele
Nachteile
- Kann für Spieler, die harte Herausforderungen suchen, zu einfach wirken
- Kleine Polishing-Defizite in einigen Art-/Übergangsbildschirmen
- Zum Launch nur für Windows verfügbar (mac/linux fehlen)
Spielermeinung
Spieler loben durchweg die „Klebrigkeit“ des Spiels: Viele berichten von Dutzenden bis hunderten Stunden in Demo und Vollversion und heben die enorme Wiederspielbarkeit sowie die Freude am Entdecken neuer Kombos hervor. Gelobt werden außerdem Musik, Soundeffekte und der komödiantische Charme der Dudes. Kritikpunkte wiederholen sich: Einige finden das Spiel zu verzeihend oder hätten gern stärkere Meta-Progression, andere bemerken kleine UI- oder Kunst-Polish-Probleme. Wenn du Deckbuilder oder Roguelikes wie Slay the Spire magst, aber eine albernere Autobattler-Variante suchst, sind die Fans sich einig: Hier stimmt das Gefühl.




