Kin and Quarry Test – Charmantes, manchmal ruppiges Grab-Abenteuer
Ich habe Kin and Quarry ausgegraben: ein niedliches Grab-Idle mit spaĂźigen Builds, einer Bohrmaschine und nervigen Grind-Spitzen. Ein kurzweiliger Genuss mit Macken.
Ich bin in Kin and Quarry mit der Erwartung eines gemütlichen Schaufel-und-Klick-Spiels gestartet und war positiv überrascht, wie viel Persönlichkeit The Fox Knocks in eine kleine Grabschleife gepackt hat. Es fühlt sich an wie eine Mischung aus SteamWorld Dig und dem gemütlichen Fortschritt eines Incremental-Clickers. Die Kernidee ist simpel: Anwerben, tiefer graben, Artefakte finden und deinen heiligen Evertree wiederherstellen. Besonders ist die Mischung aus aktivem Klicken und Idle-Mechaniken sowie die überraschend charmanten kleinen Wesen, die auch dann ein Lächeln auslösen, wenn die Schichten knapp werden.

Graben mit Absicht
Kin and Quarry dreht sich um simple, greifbare Aktionen: Du stellst verschiedene Arten von Kin ein (Bergleute, Gräber, Explodierer und mehr), setzt eine Bohrmaschine ein und schulst deine Truppe mit Klicks und Wischgesten, um Schichten zu durchbrechen. Der Tag-Nacht-Zyklus sorgt für kleine Spannung—tagsüber gräbst du, die Kernerfahrung, doch bei Nacht versiegelt der Geomancer die Erde und du musst stoppen oder riskierst Fortschritt zu verlieren. Die meisten Runs sind ein befriedigender Rhythmus aus Arbeit zuweisen, Fähigkeiten wie die Klick-Axt einsetzen und seltene Artefakte jagen, die bessere Kin anlocken. Im Verlauf schaltest du Erze und Upgrades frei, die anfangs sinnvoll wirken; die unterschiedlichen Kin-Typen verändern wirklich, wie man an eine Schicht herangeht. Es gibt eine angenehme Mikro-Management-Schleife, in der du aktives Klicken und Idle-Spiel balancierst, wodurch das Spiel sowohl als entspannte Zeitfresser als auch als intensiveres Erlebnis funktioniert.
Schätze, Werkzeuge und das langsame Brennen
Was Kin and Quarry hervorhebt, sind die Artefakte und wie sie mit der Progression verwoben sind: das Entdecken von 150+ seltenen Artefakten stillt nicht nur Sammeltrieb, sondern beeinflusst direkt, welche Kin sich dir anschließen. Die startbare Bohrmaschine ist ein cleverer Anker, der dir hilft, tiefere Schichten zu erreichen, ohne jede Kachel zu babysitten. Das Spiel bietet außerdem viele Upgrades—20+ Erze, Aufstiegsfähigkeiten, Orbs und einen verzweigten Fertigkeitenbaum, mit dem du dich spezialisieren oder Rassen kombinieren kannst, um Synergien zu finden. Diese Vielfalt lädt zum Experimentieren ein: Ich hatte Builds, die auf Sprengstoff setzten, und andere, in denen geduldige Bergleute das Ziel erreichten. Genau hier stolpert das Spiel für manche Spieler: Manche Upgrades und Aufstiege können andere überflüssig machen, und das Spätspiel-Tempo kann zum Grind werden, wenn du jedes Artefakt sammeln oder jede Kugel maximieren willst.
Kleine Welt, große Persönlichkeit
Visuell bleibt Kin and Quarry gemütlich und übersichtlich: niedliche Tier-Kin, klare Item-Icons und gut lesbare Schichtgrafiken lassen dich sofort erkennen, was passiert. Das Sounddesign ist unaufdringlich und angenehm—sanfte Klänge, fröhliches Geschnatter und eine ruhige Hintergrundmelodie, die nicht nervt. Die Performance auf Windows ist meist stabil (auch Steam Deck-Berichte sind positiv), allerdings gab es vereinzelt Meldungen über Bildschirmflackern bei bestimmten GPUs. Die Zugänglichkeit ist in Ordnung: UI und Idle-Elemente sind selbsterklärend, sodass man weggehen und zurückkehren kann. Einige Ecken sind rau—Bugs wie inkonsistente Bohrüberhitzungsexplosionen oder gelegentliche Verzögerungen beim Blockbrechen wurden gemeldet—haben mein Spiel aber nicht dauerhaft zerstört.

Kin and Quarry ist ein kleines, liebevolles Graberlebnis mit echtem Charme und befriedigender Anfangsprogression, das ein paar Stunden gemütlich füllen kann. Es stolpert dort, wo die Progression schlecht taktet und einige Upgrades andere untergraben, was für manche Spieler ein grindiges Spätspiel bedeutet. Ich empfehle es Casual-Fans von Mining-Clickern und Spielern, die gerne Builds ausprobieren—erwarte nur keine perfekt geglättete Fahrt in die Tiefe.






Vorteile
- Charmante Optik und voller Kreaturen-Persönlichkeit
- Flexible Mischung aus Idle- und aktivem Spiel
- Sinnvolle Vielfalt bei Builds und Artefakten
- Kurze, befriedigende Sessions fĂĽr Zwischendurch
Nachteile
- Spätspiel-Grind und Balance-Sprünge
- Einige Upgrades machen andere nutzlos
- Gelegentliche Bugs und vereinzelte GPU-Flacker-Meldungen
Spielermeinung
Die Spieler haben eine Hass-Liebe zu Kin and Quarry. Viele loben das niedliche Design, die befriedigende Anfangsprogression und den Spaß, verschiedene Builds auszuprobieren—die kleinen Tiere und die Artefaktsuche werden oft erwähnt. Einige Spieler mögen, dass es sowohl idle- als auch klick-intensiv gespielt werden kann und manche haben alles abgeschlossen und Freude an langen Achievement-Jagden gehabt. Auf der anderen Seite ist eine wiederkehrende Kritik, dass ab Schicht 8–10 ein Grind einsetzt; Spieler berichten, dass Orbs und Upgrades das Vorankommen verlangsamen und manche Aufstiegsoptionen mit Debuffs eher strafend wirken. Einige Rezensenten meldeten Bugs—Bohr-Explosionen, die nicht auslösen, Verzögerungen beim Blockbrechen und eine Meldung über Bildschirmflackern auf einer RX 6700 XT—was das Vertrauen einiger Spieler dämpfte. Es gab außerdem Ärger über das Entfernen der Demo zum Release; das ist kein Gameplay-Fehler, hinterließ aber bei manchen Käufern einen faden Beigeschmack. Wenn du gerne mit Builds experimentierst und gelegentlichen Grind aushältst, wirst du es wahrscheinlich lohnend finden; wenn du Stagnation verabscheust, sei gewarnt.




