Supraworld Review – First‑Person Puzzle‑Metroidvania mit großen Ambitionen
Ein weitläufiges First‑Person‑Puzzle‑Metroidvania, das Erkundung und Querdenken belohnt — wunderschön, erfinderisch und mitunter nervenaufreibend. Für Puzzle‑Veteranen toll, im Early Access noch holprig.
Supraworld ist der größere nächste Schritt von Supra Games — man kann sich Supralands verspielte Hirnbohrer als First‑Person‑Metroidvania mit kleinen Detektivfällen vorstellen. Wer offene Erkundung und nicht‑anleitende Rätselstürme mag, wird Freude haben. Wer auf deutlichere Wegweisung steht, sollte sich auf Frustmomente einstellen.

Kern: Erkunde eine vernetzte Welt, sammle Upgrades (Eier/Runen/Fähigkeiten) und schalte neue Traversaloptionen frei, um versteckte Bereiche zu erreichen. Viele Rätsel sind physikbasiert und nutzen sichtbare Geometrie als Werkzeuge statt unsichtbarer Wände. Neue Detektivfälle lassen dich aus verstreuten Hinweisen Täter schließen — eine willkommene Abwechslung. Der Kampf ist sekundär: kleine Gegner, Spawner und puzzlelastige Bosskämpfe, die oft Plattformen, Schalter und Feinde mischen. Diese Mischung ist oft clever (ich mochte Abschnitte, die Umgebungsnutzung erzwangen), führt aber auch dazu, dass Kämpfe den Rätselfluss stören — Bosskämpfe setzen bei Tod manchmal Rätsel zurück und zwingen zur Wiederholung. Konkrete Beispiele: der Floppydisk+Magnet‑Trick und das Zahnstocher→Spitzer‑Upgrade liefern echte „Aha!“-Momente; hingegen das „Floor‑is‑lava“‑Rätsel und ein SD‑Karten‑Rätsel brauchten externe Hinweise (oder spätere In‑Game‑Hinweise), was die Undurchsichtigkeit offenbart. Die Welt steckt voller Geheimnisse — das Design belohnt Experimentierfreude — und es gibt offensichtliche QoL‑Verbesserungen gegenüber älteren Supra‑Titeln, obwohl Features wie verlässliches Fast‑Travel und gewisse Inventar‑/Rückgabe‑Mechaniken (z. B. Sponge‑Suit zurückbekommen) noch fehlen. Zielgruppe: erfahrene Rätsellöser; Einsteiger sollten eine steilere Lernkurve erwarten.

Supraworld ist ein mutiger, oft brillanter Early‑Access‑Titel — ideal für Entdecker und Rätsel‑Veteranen, aber mit holprigen Stellen, undurchsichtigen Rätseln und Kampfunterbrechungen. Kauenswert im Sale oder für Fans harter Rätsel; Neueinsteiger sollten vielleicht auf weitere Politur warten.















Vorteile
- Erfinderische, physikgetriebene Rätsel und voller Geheimnisse steckendes Level‑Design.
- Schöne Optik und Sound‑Atmosphäre — die Präsentation ist spürbar aufgepeppt.
- Riesiger Umfang und merkbare QoL‑Verbesserungen gegenüber früheren Supra‑Titeln.
Nachteile
- Rätsel‑Undurchsichtigkeit und optionale Gating‑Rätsel: Manche Aufgaben sind ohne Hinweise nahezu unlösbar.
- Kämpfe unterbrechen häufig den Rätselfluss (Spawner und Zurücksetzungen bei Bossen erzeugen Stress).
Spielermeinung
Spieler loben den Sprung in Umfang und Optik — „very good step up for the series“ — und schwärmen von einzelnen, handgemachten Rätsel‑Momenten (Floppydisk+Magnet, Zahnstocher→Spitzer). Häufige Kritik: stundenlanges Feststecken an Rätseln ohne klares Feedback und Gegner, die in Rätselmechaniken eingebunden sind. Repräsentative Zitate: „I can no longer progress, because I haven't found the next item I need...“ und „it's a huge game which is super exciting and it's a lot of fun to play.“ Wenn du Supraland: Six Inches Under mochtest, spricht dich Supraworlds größeres, ambitionierteres Spielplatz‑Design wahrscheinlich an.




