Tears of Metal Review — Ein schottisches Musou-Roguelite, das überzeugt
Eine überraschend gelungene Mischung aus Dynasty-Warriors-Action und Roguelite-Progression — Tears of Metal verbindet wuchtigen Nahkampf, mitreißende Dudelsack-Metal-Musik und Koop-Chaos. Tolle Optik, ein paar Ecken und Kanten, aber sehr vielversprechend im Early Access.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich beim Zerfetzen von Horden „For Scotland!“ skandieren würde, aber hier sind wir. Tears of Metal nimmt das Crowd-Slaying-Gefühl von Dynasty Warriors und packt Roguelite-Mechaniken, Emblem-Synergien und einen charmanten Comic-Artstyle drumherum. Du kannst solo spielen oder mit bis zu vier Spielern in Koop springen, Rekruten zwischen Runs aufwerten und ein Ascension-System für mehr Biss aktivieren. Es ist so ein Indie-Experiment, das liebevoll wirkt — manchmal rau, oft euphorisch und meistens einfach spaßig.

Durch die Highlands stürmen
Die Kernschleife ist herrlich simpel: Wähle einen Helden, stürme über einen handgefertigten Level, metzele Wellen von Eindringlingen und löse Objectives, während du dein Equipment jonglierst. Der Kampf steht im Mittelpunkt — leichte Angriffe, starke Schläge, Parrys oder Ausweichrollen je nach Waffe und Waffentausch, der den Spielstil komplett verändert. Es gibt mehrere freischaltbare Helden, jeder mit eigenen Movesets und mehreren Waffentypen, die darüber entscheiden, wie du Gegnerhorden und Bosse angehst. Zwischen den Kampagnen verwaltest du eine Siedlung, rekrutierst Captains und Soldaten und gibst permanente Ressourcen aus — das macht wiederholte Runs bedeutungsvoll statt nur kosmetisch.
Synergien, die überraschen
Wo Tears of Metal glänzt, sind die stapelbaren Synergien: Embleme, Artefakte und Items kombinieren sich zu explosiven Builds, die einen Run unerwartet transformieren können. Ich habe oft Kombinationen gefunden, die meinen Spielstil komplett umgedreht haben — etwa eine Waffe mit Emblem, die einen parry-orientierten Helden zu einem Dodge-Speedster machte, oder Artefakt-Mixe, die Belagerungsmaschinen binnen Sekunden schmelzen ließen. Die Overworld-Roguelite-Karte und Ascension-Mods bieten Entscheidungen jenseits von „töte die Gegner“: riskantere Objectives bringen bessere Beute, neue Shops in der Siedlung schalten dauerhafte Optionen frei und nach und nach erweitert sich das Repertoire an Charakteren und Artefakten. Im Koop werden manche Builds absurd mächtig, wenn sich Spieler absprechen.
Mehr als Dudelsäcke: Präsentation & Technik
Optisch setzt das Spiel auf einen cell-shaded Comic-Look, der auf dem Bildschirm richtig knallt — starke Silhouetten, überzeichnete Animationen und gut lesbare Angriffssignale. Der Soundtrack ist ein echtes Highlight: Dudelsack-Metal passt überraschend gut und hebt die Kampfsequenzen. Die Performance war auf meinem System stabil, viele Spieler melden gute FPS; die Entwickler reagieren schnell auf Plattform-Probleme, obwohl einige Nutzer fehlende SteamOS-/Bazzite-Unterstützung kritisieren. Es gibt Ecken und Kanten: Manche Maps wirken beengt, die Gegner-AI kann zeitweise simpel erscheinen und fürs Endgame wird mehr Content nötig sein. Trotzdem machen Animationen, Sounddesign und Kartenvielfalt den Kampf knackig und befriedigend.

Tears of Metal ist eines dieser seltenen Indie-Spiele, die ein vertrautes Konzept zu etwas Eigenem formen. Wenn du Hack-and-Slash liebst, gerne mit Build-Synergien experimentierst und eine laute, stolze Soundkulisse schätzt, lohnt sich ein Blick solo oder mit Freunden. Beobachte die Inhalts-Updates — das Spiel läuft bereits rund, mit etwas Politur könnte es zum Pflichtkauf werden.








Vorteile
- Befriedigender, wuchtiger Hack-and-Slash-Kampf mit sinnvoller Waffenvielfalt
- Ausgezeichnete Art-Direction und ein mitreißender Dudelsack-Metal-Soundtrack
- Roguelite-Progression und Siedlungs-Upgrades machen Runs lohnenswert
- Koop für bis zu 4 Spieler verwandelt solide Builds in herrliches Chaos
Nachteile
- Einige Karten wirken klein und die Gegner-AI kann simpel sein
- Endgame und Inhaltsumfang brauchen Ausbau — wirkt stellenweise repetitiv
- Einige QoL-Optionen fehlen (Schwierigkeitsstufen, Fernkampf-/Magieklassen zum Start fehlen teilweise)
Spielermeinung
Spieler sind begeistert vom Thema, Soundtrack und der gelungenen Mischung aus Musou-gleichender Massenkampf und Roguelite-Progression. Häufig gelobt werden Artstyle, Waffenvielfalt und der Koop-Spaß — viele Reviews sagen, sie verlieren das Zeitgefühl und dass das Spiel das Dynasty-Warriors-Gefühl trifft, dabei aber eine eigene Identität hat. Kritikpunkte tauchen ebenfalls immer wieder auf: Manche wünschen sich einstellbare Schwierigkeitsgrade für entspanntere Runs, andere bemängeln kurze Kampagnen, kleine Karten und repetitive Gegner. Einige Early-Tester weisen auf Lücken im Endgame und das Fortschritts-Tempo hin, doch fast jede positive Bewertung empfiehlt das Spiel wegen seines Versprechens und seiner Politur im Early Access.




