Dead Weight Test – Steampunk-Roguelite: Taktik über den Wolken
Steige in ein klappriges Luftschiff, manage Treibstoff und Crew und stoße Goblins in den Abgrund. Dead Weight kombiniert taktische Positionierung à la Into the Breach mit Steampunk-Atmosphäre und schönem Pixel-Art.
Ich bin in Dead Weight gesprungen ohne große Erwartungen und wurde von einer atmosphärischen Luftfahrt-Odyssee überrascht. Das Spiel verbindet knappe rundenbasierte Gefechte auf kleinen Schlachtfeldern mit leichtem Overworld-Management rund um Treibstoff und Inseln. Fans von Into the Breach, Fights in Tight Spaces oder kompakten SRPGs erkennen vertraute Mechaniken, doch die Steampunk-Optik und die geheimnisvollen Alten Götter verleihen dem Ganzen einen eigenen Dreh. Es ist schnell zu lernen, manchmal gnadenlos, aber oft charmant auf eine leicht verfluchte, Treasure-Planet-artige Weise.

Gefechte auf kleinstem Raum
Die Kämpfe in Dead Weight sind kompakt und kompromisslos: Gefechte finden auf sehr kleinen Feldern statt, auf denen Positionierung alles ist. Jeder Charakter hat nur wenig HP und Aktionspunkte, daher kann ein schlechter Start schnell in eine Katastrophe umschlagen – deswegen fühlt sich jedes Schubsen, Ausweichen oder wohlplatzierte Skill sehr bedeutsam an. Kämpfe spielen sich wie ein destilliertes SRPG: bewegen, manipulieren und die Umgebung ausnutzen; oft gewinnt man, indem man Gegner in Gefahrenzonen oder vom Spielfeld stößt. Das erinnert an die schachartigen Entscheidungen von Into the Breach und den Fokus auf enge Taktik von Fights in Tight Spaces, bietet aber mehr Fokus auf Crowd Control und Positionsspiel.
Wenn die Lüfte zu Herausforderungen werden
Was Dead Weight hervorhebt, ist die Verknüpfung der Gefechte mit einer fragilen Reise. Du kommandierst ein Luftschiff, sammelst Treibstoff, verpflichtest Crewmitglieder, kaufst Upgrades und entscheidest, welche Inseln du ansteuerst. Die Ressourcenebene ist leichtgewichtig, aber bedeutungsvoll — Treibstoffmangel zwingt dich zu riskanteren Routen, und manche Ereignisse belohnen kluge Entscheidungen oder Erkundung. Freischaltbare Fähigkeiten und vier verschiedene Charaktere erlauben unterschiedliche Spielstile: Ich hatte Spaß daran, Builds zu basteln, die Gegner ins Nichts stießen, während andere Runs mehr auf direkten Schaden oder Support setzten. Die Vielfalt ist nicht endlos, aber das Zusammenspiel aus Schiffsupgrades, Crew-Synergien und Ausrüstungs-Kombinationen wirkt bewusst modular und lädt zum Experimentieren ein, ohne in Menüs zu ertrinken.
Dampf, Pixel und atmosphärischer Klang
Die Präsentation ist ein großes Plus. Die Pixelgrafik von Dead Weight ist liebevoll ausgestaltet: verrostetes Messing, neblige Inseln und kleine Crew-Animationen lassen die Welt atmen. Der Soundtrack setzt auf unheimliche, mechanische Motive, und selbst das Knarren oder Propellerrauschen sorgt für Stimmung; oft habe ich kurz innegehalten, um dem Score zuzuhören (oder vor einem eingeleiteten feindlichen Zug zu fluchen). Die Performance ist auf meinem PC sehr stabil, und Spieler berichten von guten Ergebnissen auch auf schwächeren Laptops, wobei häufige Forderungen nach besserer Controller-/Deck-Unterstützung auffallen — Maus und Tastatur funktionieren gut, aber ein flüssiges Controller-Layout würde das Erlebnis deutlich verbessern. Zugänglichkeitsoptionen sind vorhanden, aber nicht übermäßig umfangreich; Speed-Up und Text-Skip sind praktisch für schnelle Runs, während QoL-Verbesserungen (klarere Spawn-Infos oder etwas mehr Startaktionen) helfen würden, frustige RNG-Tode zu mildern.

Dead Weight ist ein liebevoll gemachtes, leicht gnadenloses taktisches Roguelite mit Charakter. Ich empfehle es Spieler:innen, die knackige Positionsrätsel, modulare Progression und eine stimmige Steampunk-Ästhetik mögen — sei nur auf gelegentliches Run-zerstörendes RNG und die derzeit noch nicht perfekte Controller-Unterstützung gefasst. Zum aktuellen Preis ist es eine klare Empfehlung, wenn du kompakte, wiederholbare Taktikläufe mit einem dunklen, verspielten Touch suchst.












Vorteile
- Kompakte, präzise Taktikkämpfe, die Positionsspiel belohnen
- Ausgeprägte Steampunk-Pixelgrafik und stimmiger Soundtrack
- Leichte, aber bedeutungsvolle Overworld-Entscheidungen (Treibstoff, Crew, Upgrades)
- Kurze Runs und Beschleunigungsoptionen machen es zugänglich
Nachteile
- Runs können durch unglückliche Spawns und wenige Startaktionen abrupt enden
- Controller-/Steam-Deck-Unterstützung verbesserungswürdig
- Manche Elemente wirken über lange Sessions repetitive
Spielermeinung
Spieler loben die Grafik, den Sound und die kompakten taktischen Gefechte – viele sagen, Dead Weight stillt das Into the Breach-/XCOM-Verlangen in kurzen, befriedigenden Häppchen. Die Community hebt oft das clevere Schubsen- und Positionsspiel hervor und den Spaß daran, Gegner ins Nichts zu befördern; erfahrene Spieler schätzen Talentbäume und Schiffsupgrades. Die Kritik ist konsistent: RNG kann einen Run zerstören, wenn man in einer Umzingelung oder mit kaum Aktionen spawnt, und mehrere Nutzer fordern bessere Controller- bzw. Steam-Deck-Unterstützung. Weitere wiederkehrende Punkte: Das Spiel respektiert durch Speed-Up-Optionen die Zeit der Spieler, aber einige wünschen sich leichte Schwierigkeitsanpassungen oder QoL-Fixes, um ‚unwinnbare‘ Starts zu minimieren. Wenn du knackige SRPG-Rätsel und eine stimmige Steampunk-Welt magst, finden viele Spieler, dass Dead Weight den niedrigen Preis wert ist.




