LOCKDOWN Protocol Review — Chaotische Social-Deduction, Top mit Freunden
Ein First-Person Social-Deduction-Spiel mit spannenden Tasks und Proximity-Chat — genial mit Freunden, frustrierend allein. Tolles Kernspiel, aber schwacher 1.0-Support und zweifelhafte Monetarisierung trüben den Spaß.
LOCKDOWN Protocol ist so etwas wie ein 3D-Among-Us in Echtzeit mit Waffen, Defibrillatoren und Proximity-Voice — und das im positiven Sinn. Die Kernschleife aus Tasks erledigen und Dissidenten entlarven funktioniert sofort; das Problem liegt eher drumherum.

Du spielst in der Ego-Perspektive in Lobbys mit 1–16 Spielern, erledigst interaktive Aufgaben auf der Karte, während wenige Dissidenten sabotieren und töten wollen, ohne erwischt zu werden. Kommunikation per Proximity-Chat ist zentral — das erzeugt urkomische Paranoia-Momente und großartige emergente Situationen. Es gibt Wiederbelebungsmechaniken (Defibrillatoren), asymmetrische Werkzeuge für Dissidenten und erstaunlich tiefe Aufgaben im Vergleich zu anderen Social-Deduction-Titeln. Das Spiel setzt mehr auf Echtzeit-Action als auf klassisches Deduction-Gameplay, also rechne mit Verfolgungsjagden, Schusswechseln und schnellen Entscheidungen. Anpassungen und Kosmetika sind in Lobbys sehr sichtbar — macht Spaß, bis man merkt, dass vieles davon bezahlter DLC ist. Leider berichten viele Spieler von Stabilitätsproblemen, Mikrofon-/Input-Fehlern sowie Hackern/Griefern in öffentlichen Lobbys, und die lange versprochenen Karten oder Modi kamen nach 1.0 nicht. Fazit: Großartiges Kern-Design und Chaos mit Freunden; grobe Macken bei Moderation, Updates und Monetarisierung.

LOCKDOWN Protocol macht im richtigen Kreis richtig Laune — ein fehlerhafter Diamant. Kauf es, wenn du Freunde zum Spielen hast und Geduld für Macken; bei den DLCs lieber warten, bis der Preis sinkt.







Vorteile
- Tolles Kern-Gameplay — spannende, emergente Momente durch Proximity-Chat
- Perfekt als Partyspiel mit Freunden — unvorhersehbar und urkomisch
- Interaktive Aufgaben und Wiederbelebung bringen echte Tiefe jenseits von ‚Impostor finden‘
Nachteile
- Wirkt nach 1.0 wie aufgegeben: kaum neue Karten/Modi und starke kosmetische Monetarisierung
- Öffentliche Lobbys leiden unter Griefing, Hacker-Problemen, Abstürzen und nervigen Mikrofon-/Input-Bugs
Spielermeinung
Die Spieler sind sich einig: Das Kernspiel macht Spaß und entfaltet sein Potenzial mit einer netten Gruppe von Freunden — viele nennen es ein chaotischeres, besseres Among Us. Die Hauptkritik ist deutlich: Die Entwickler haben mit 1.0 viele Inhalte eingestellt, kosmetische DLCs sind teuer, und öffentliche Lobbys werden oft durch Hacker oder toxische Spieler ruiniert. Wenn du Social Deduction und Proximity-Voice magst und meist mit Freunden spielst, wirst du es wahrscheinlich lieben; Solo-Spieler, die poliertes Matchmaking und regelmäßige Inhaltsupdates erwarten, werden enttäuscht sein.
