Titan Quest II Review – Wunderschöne mythische ARPG mit Early‑Access Kinderkrankheiten
Ich bin zurück in einem neu interpretierten antiken Griechenland: tolle Optik, befriedigende Bosskämpfe und tiefere Dual‑Mastery‑Builds – aber Early Access hinterlässt Spuren bei Performance, Loot‑Balance und Tempo. Ein Muss für ARPG‑Fans.
Titan Quest II versucht, die Seele des Originals einzufangen und gleichzeitig Kampf- und Klassensysteme zu modernisieren. Von Grimlore Games ist es ein handgefertigtes Action‑RPG im mythischen Griechenland, das jetzt schon fantastisch aussieht – aber im Early Access gibt es noch raue Kanten.

Das Kernspiel ist klassisches Top‑Down Hack‑and‑Slash mit stärkerem RPG‑Fokus: Du kombinierst zwei Masteries zu Hybrid‑Klassen, setzt Charms und Relikte ein und passt Skill‑Modifikatoren an, um deinen Build zu formen. Der Kampf belohnt Timing und Ausweichen – Bosskämpfe sind die Highlights und verlangen Positionierung und Respekt vor Mechaniken. Die Levels sind handgefertigt statt prozedural, sodass Erkundung echte Aussichten, Geheimnisse und cineastische Momente bringt. Loot ist in der Idee sinnvoll, aber viele Spieler bemängeln aktuelle Balance‑Probleme: Manche Builds fegen alles weg, andere wirken spielschwach, und das Drop-/Seltenheitssystem braucht Arbeit. Rituale erlauben es, die Schwierigkeit anzupassen, und das Spiel ist gemächlicher und überlegter als viele moderne ARPGs. Sprachaufnahmen und der epische Soundtrack verstärken den mythischen Ton, und das Level‑Design bietet Vertikalität und versteckte Nischen, bei denen ich stehen blieb und staunte. Auf der anderen Seite erinnern Optimierungsprobleme, gelegentliche Abstürze und UI‑Ungereimtheiten (Ausrüstungsvergleiche, unklare Statistiken) daran, dass dies eine Early‑Access‑Version ist – zudem aktuell nur für Windows. Wenn du Titan Quest, Grim Dawn geliebt hast oder eine weniger hektische Alternative zu Diablo/PoE suchst, stillt TQ2 dieses Verlangen bereits – erwarte aber noch Anpassungen und mehr Inhalt nach Release.

Titan Quest II ist jetzt schon ein visuell beeindruckendes und mechanisch vielversprechendes ARPG, das vermutlich noch groß werden kann – kaufe es aber mit der Erwartung von unfertigen Systemen, Balance‑Anpassungen und Optimierungsarbeiten. Eine gute Wahl für TQ‑Fans und ARPG‑Liebhaber, die ein Early‑Access‑Projekt begleiten wollen.














Vorteile
- Atemberaubende, handgefertigte Welt und erstklassige Optik.
- Tiefes Dual‑Mastery System mit großem Build‑Potenzial.
- Boss‑Design und Kampf fühlen sich befriedigend und mechanisch lohnend an.
Nachteile
- Early‑Access Performance‑Probleme, Ruckler und gelegentliche Abstürze.
- Loot‑Balance und einige Masteries brauchen Feintuning; das Tempo kann unausgeglichen wirken.
Spielermeinung
Spieler loben Optik, handgefertigte Levels und Bosskämpfe – viele nennen die Art‑Direction eine der besten der letzten ARPGs. Fans des Originals mögen das vertraute Gefühl und die tieferen Mastery‑Kombos, während andere die emergente Loot‑Dynamik von TQ1 vermissen. Die Hauptkritikpunkte sind Optimierung (Ruckler, Abstürze, FPS‑Limits), inkonsistente Drops und Balance, die manche Builds trivial und andere frustrierend macht. Einige Reviews raten, auf den Full‑Release zu warten oder im Sale zuzuschlagen, aber viele haben bereits 20–50 Stunden Spaß im Early Access.
