Echoes of Aincrad Test – Schönes SAO-Erlebnis mit Ecken und Kanten
Echoes of Aincrad liefert spaßige Action‑RPG‑Kämpfe in einer ansprechenden Aincrad‑Nachbildung, aber Tempo, Politur und Preis trüben den Eindruck. Für SAO‑Fans ein Muss, ideal im Sale.
Ich bin mit Nostalgie im Gepäck in Echoes of Aincrad gestartet und kam mit gemischten, überwiegend positiven Eindrücken heraus. Welt und Kampf bedienen das SAO‑Verlangen: auffällige Finisher, Paraden, die wirklich zählen, und ein Begleiter‑System, das Kämpfe cineastisch machen kann. Allerdings trägt das Spiel typische Indie‑Wunden — lange Prologe, Performance‑Probleme auf langsamen Laufwerken und sich wiederholende Quest‑Muster. Als SAO‑Fan macht man kaum etwas falsch, alle anderen sollten auf Angebote warten.

Die Etappen von Aincrad erklimmen
Die Kernschleife ist simpel und befriedigend: Mission in der Stadt annehmen, zum Einsatzort sprinten, kämpfen, Loot einsacken und zurück. Der Kampf setzt auf gewichtige Nahkämpfe, Skill‑Ketten und ein Ausdauer‑System, das Timing belohnt — leichte Angriffe gehen in schwere Finisher über, Ausweichen kostet genug Ausdauer, um Spammen zu bestrafen. Die Parade ist ein echtes Highlight: Trifft man das Fenster, folgt ein cineastischer Finisher (ich habe oft die sogenannte "Risshieb"‑Finisher‑Kombi nach einer Parade benutzt, um besonders elegant zu töten). Bosskämpfe zwingen dich eher, Muster zu lernen als wild zu klicken; der Blitzborst‑Elite im östlichen Graben hat mich etwa dazu gebracht, seinen Horizontalangriff zu provozieren, zu parieren und dann mit einer Partner‑Kombi zu beenden — ein Kampf, der mir gut in Erinnerung blieb.
Wenn der Begleiter wirklich zählt
Das Begleiter‑System ist mehr als Deko: Du kannst Verhalten auf Frei, Assist oder Fixiert setzen und ihnen passende Ausrüstung geben. In mehreren Kämpfen verließ ich mich auf den Stagger‑Burst meines Begleiters, um einen Boss zu öffnen — das fühlte sich taktisch und belohnend an. Es gibt echte Synergie‑Manöver: Begleiter‑Betäubung gefolgt von deinem geladenen Hieb führt oft zu garantierten Finishern. Allerdings hat das System Macken: Begleiter verheddern sich gelegentlich in der Pathfindung und unterbrechen Kämpfe mit immer gleichen Dialogen. Trotzdem ist die taktische Verzahnung von Waffentyp, Begleiter‑Skill und Positionierung eines der interessanteren Elemente.
Ein schönes Aincrad mit Technik‑Spinnweben
Visuell sieht Aincrad stellenweise großartig aus: Panorama‑Aussichten, dramatische Beleuchtung und befriedigende Zerstückelungs‑Animationen bei Finishern. Das Sounddesign unterlegt Treffer mit satten Hits und stützenden Melodien. Auf der anderen Seite gab es Ruckler und FPS‑Einbrüche bei HDD‑Installationen — in dichten Außenbereichen spürbare 15–20% Einbrüche — während eine SSD deutlich flüssiger lief. Einige Spieler melden Crashes beim Laden bestimmter Zwischensequenzen oder beim Schnellreisen mitten in Missionen (bei mir trat ein Absturz auf, als nach langer Session die Prolog‑Cinematic geladen wurde). Die Steuerung scheint primär für Controller optimiert, Maus/Tastatur funktioniert mit etwas Remapping aber solide.

Echoes of Aincrad ist nicht perfekt, trifft aber viele Gefühle, die Fans sich gewünscht haben: befriedigende Paraden, cineastische Finisher und ein Aincrad, das sich stimmig anfühlt. Als SAO‑Fan lohnt sich das Eintauchen, doch man sollte sich auf technische Unebenheiten und einen Preis einstellen, der für den gebotenen Umfang hoch wirkt. Mein Tipp: Demo zocken, auf Sale warten und zugreifen, wenn euch Kampf und Atmosphäre wichtiger sind als freie Open‑World‑Erkundung.








Vorteile
- Befriedigendes Action‑Kampfsystem mit relevanten Parade‑/Finisher‑Fenstern
- Starke Optik und stimmiger Sound für ein lizenziertes Indie‑Spiel
- Begleiter‑Mechaniken bringen echte taktische Tiefe, wenn sie richtig agieren
- Der Death‑Game‑Modus erzeugt echte Anspannung für Herausforderungs‑Fans
Nachteile
- Performance‑Einbrüche auf HDDs und vereinzelt gemeldete Abstürze
- Wiederkehrende Quest‑Struktur und sehr langer, stark geführter Prolog
- Teilweise schwache Begleiter‑KI und UI‑Einschränkungen stören den Spielfluss
Spielermeinung
Spieler loben häufig die Kampfschleife und die pure Freude, endlich ein Aincrad zu betreten, das optisch und akustisch an die Serie erinnert — Bosskämpfe werden oft als Höhepunkte genannt. Zu den häufigsten Kritikpunkten gehören Performance‑Probleme (vor allem bei HDD‑Installationen), ein langatmiger Prolog und Regionen, die sich leer anfühlen. Viele empfehlen, zuerst die Demo zu testen oder auf einen Sale zu warten, falls man kein Hardcore‑SAO‑Fan ist. In der Community wird der Death‑Game‑Modus immer wieder als Feature hervorgehoben, das echte Nervenkitzel bietet, wenn man Permadeath mag.




