The Adventures of Elliot: The Millennium Tales Test – HD‑2D Zelda‑artiges Action‑RPG
Ein persönlicher Blick auf das HD‑2D Action‑RPG von Square Enix & Claytechworks: nostalgische Zelda‑Vibes, tolle Optik und Musik – doch quasselnde Begleiter und ein nerviger FPS‑Bug dämpfen den Spaß.
Ich startete The Adventures of Elliot mit einer Mischung aus Nostalgie und Skepsis – praktisch Octopaths HD‑2D trifft auf klassisches Top‑Down‑Zelda. Das Spiel setzt auf wunderschöne Optik, eine Feen‑Begleiterin namens Faie und Zeitreisen durch vier Epochen, um den Fluch einer Prinzessin zu brechen. Schnell hat mich die Erkundung gepackt, die Neugier belohnt, und das direkte Kampfsystem fühlte sich gut an. Genau so schnell genervt hat mich aber das ständige Gequassel der Begleiterin und ein Performance‑Problem, das bei einigen Spielern auftritt, wenn die Fee auf dem Bildschirm ist.

Philabieldia entdecken, Schrein fĂĽr Schrein
Der Kern des Spiels ist angenehm simpel: Ich renne, schneide zu, weiche aus und teste sieben Waffentypen, während Faie mit Support‑Magie und Rätsellösungen aushelfen kann. Zwei Waffen sind gleichzeitig ausrüstbar und lassen dich im Gefecht umschalten — Schwert für Kombo‑Tempo, Speer für Reichweite, Hammer für Kontrolle — und Magicite passt diese Waffen mit passiven Effekten an. Erkundung ist der wahre Anreiz: versteckte Wege, Kisten und Umwelträtsel belohnen das Herumstöbern. Die Welt erstreckt sich über vier Epochen via Tür der Zeit, sodass Orte mit neuen Werkzeugen wiederentdeckt werden und Backtracking sinnvoll statt lästig wirkt. Das Kampfsystem ist actionorientiert, aber zugänglich: normale Gefechte sind Rhythmus und Timing, Bosse verlangen Waffenkombination, Faie‑Support und Mobilität. Es macht Laune, einen Charged‑Hit zu landen, mit einem Feenzauber nachzusetzen und die Schadenszahlen ploppen zu sehen ohne stupides Grinden.
Faie und die Magie von Zeit (und Magicite)
Elliot hebt sich vor allem durch Faie und das Magicite‑System ab. Faie ist kein reiner Hinweisgeber — sie ist ein spielerisches Werkzeug: herbeirufbare Support‑Skills, Rätsel, die auf ihre Zauber reagieren, und die Möglichkeit, sie teilweise manuell zu steuern. Magicite fühlt sich wie ein modularer Loadout‑Baustein an: kombinieren verändert Waffenverhalten, Auslösechancen und Elemente und lädt zum Ausprobieren ein. Die Zeitreisen durch vier Epochen bringen erzählerisch und mechanisch Würze: ein Hindernis in der Ära der Anfänge kann in der Ära der Wiederaufbauzeit schon ein überquerbarer Steg sein. Das Ergebnis wirkt wie ein kompaktes Metroidvania‑ähnliches Prinzip in einer Zelda‑artigen Hülle: zurückkehren, umfunktionieren und neue Wege finden.
HD‑2D, Soundtrack und Performance‑Zipperlein
Grafisch ist das wieder Claytechworks in Bestform: prächtige HD‑2D Sprites mit stimmiger Beleuchtung, Wasserreflexen und vielen liebevollen Animationen. Der Soundtrack ist warm und eingängig — er trägt die Atmosphäre, egal ob Stadtbummel oder Bosskampf. Die Accessibility‑Optionen sind großzügig: Schwierigkeitsgrade von entspannt bis knackig und Schalter für Dialogintensität und Stimmenlautstärke (die man nutzen wird, falls man das ständige Gequassel nicht mag). Und jetzt zum Elefanten im Raum: Zum Release berichten viele Spieler von einem heftigen FPS‑Einbruch, sobald Faie auf dem Bildschirm ist — besonders bei Intel/Nvidia‑Systemen und auf einigen Steam‑Deck‑Setups fällt die Bildrate von 120fps auf etwa 40fps. Auf meinem High‑End‑Rechner tauchte das nicht auf, aber es ist ein weit verbreitetes Problem, das für manche Nutzer die Kaufempfehlung schmälert. Außerdem sind einige Dungeons eher übererklärt und mechanisch dünner als die exzellente Präsentation vermuten lässt.

The Adventures of Elliot ist ein gemütliches, gut gemachtes HD‑2D Action‑RPG, das nostalgische Sehnsüchte stillt und genug moderne Elemente bietet, um frisch zu wirken. Probier unbedingt die Prolog‑Demo (Speicherübernahme ist Gold wert) – sie zeigt Stärken und Ärgernisse in weniger als einer Stunde. Kaufempfehlung für Fans von Zelda‑ähnlicher Erkundung und Claytechworks‑Optik; bei problematischer Hardware oder Abneigung gegen nervige Begleiter lieber auf Patches warten.





Vorteile
- Wunderschöne HD‑2D‑Grafik und liebevoll animierte Welt
- Greifbares, zugängliches Action‑Kampfsystem mit sinnvoller Waffenvielfalt
- Magicite‑Anpassungen und Zeit‑Epochen erhöhen Wiederspielwert
- Demo überträgt Spielstände — erst testen, dann kaufen
Nachteile
- Begleiter‑Gequassel und ständige Voice‑Hinweise können nerven
- Leistungsprobleme bei bestimmten Intel/Nvidia‑Setups und Steam Deck
- Einige Dungeons und Rätsel wirken zu sehr gehalten oder uninspiriert
Spielermeinung
Das Feedback der Spieler ist gemischt, aber überwiegend positiv: Die meisten loben die HD‑2D‑Optik, den Soundtrack und das warme Zelda/Mana‑Nostalgiegefühl. Viele Reviews heben das befriedigende Kampfsystem hervor und finden das Magicite‑System als gute Anpassungsoption. Auf der anderen Seite beschweren sich zahlreiche Nutzer über die quasselnde Begleiterin und die aufdringlichen Sprachfetzen – einige haben die Stimmen vollständig stummgeschaltet. Die lauteste, wiederkehrende technische Kritik ist der sogenannte „Feen‑FPS‑Bug“, bei dem das Herbeirufen von Faie auf bestimmten Intel/Nvidia‑Rechnern (und einigen Steam‑Deck‑Konfigurationen) die Framerate auf ~40fps fallen lässt; das hält einige Spieler vom Kauf ab, bis es gefixt ist. Insgesamt: Wenn dein System stabil läuft und du mit einer gesprächigen Sidekick‑Figur klarkommst, wirst du wahrscheinlich viel Freude haben; bei problematischen Setups oder Abneigung gegen Dauergeplapper lohnt sich das Warten auf Patches.




