ENDLESS™ Legend 2 Test – Tidefalls, einzigartige Fraktionen und Early-Access-Kanten
Ein wunderschöner, asymmetrischer 4X, der dank des Tidefall-Mechanik die Erkundung frisch hält und starke Fraktionen bietet — aber Early-Access-Flecken (UI, Text, Balance, Bugs) lassen einen Kauf nur für EA-Fans oder Endless-Liebhaber empfehlen.
Ich bin in Endless Legend 2 eingestiegen, weil die Tidefall-Idee genial klang: Karten, die sich im Spiel verändern. Meistens funktioniert das — die Fraktionen sind unterschiedlich und Kämpfe machen Spaß — aber tut so, als wäre es poliert: Das ist Early Access mit Ecken und Kanten.

ENDLESS™ Legend 2 spielt sich wie ein konzentrierter 4X: Städte gründen, expandieren, erkunden und vernichten — nur bleibt die Erkundung dank Tidefall und Monsun-Perioden, die mit der Zeit neues Land freigeben, spannend. Fraktionen sind stark asymmetrisch: einige spawnen Armeen, andere verbreiten Korallen oder graben Nester — jede Fraktion erzwingt einen anderen Spielstil. Städtebau läuft über Distrikte statt Dutzende einzelner Gebäude; du planst mit Adjazenz- und Rollenüberlegungen. Der Kampf ist rundenbasiert und taktisch: du kannst autoréso lv en oder Einheiten direkt steuern, aktive Fähigkeiten einsetzen und Gelände nutzen. Helden leveln, rüsten sich aus (begrenzter als viele Fans wollten) und können Schlachten oder Kampagnen entscheiden. Diplomatie und Forschung sind simpler als manche erwarten — weniger Verhandeln, mehr Fraktionsidentität. Die vielen Events und Quests treiben die Geschichte voran, manchmal holprig geschrieben, aber geschmackvoll. Im Early-Access-Zustand zeigen sich UI-Gewusel, Balance-Ausreißer (Tränke/Fähigkeiten wirken teils übermächtig) und gelegentliche Bugs; dafür ist die Performance meist sauber und der Soundtrack oft stark. Wenn du AoW-ähnliche Taktik, asymmetrische Fraktionen und eine sich verändernde Karte magst, steckt hier viel Freude — nur ist es noch kein fertiges Spiel.

ENDLESS™ Legend 2 ist ein mutiger, spaßiger 4X mit einprägsamen Ideen — Tidefall und Fraktionsasymmetrie sind die Highlights — aber Early-Access-Kanten bedeuten: Geduld (oder Rabatt) zahlt sich aus.






Vorteile
- Tidefall/Monsun hält die Erkundung lebendig — die Karte überrascht immer wieder.
- Wirklich asymmetrische Fraktionen — jede spielt anders und lädt zu mehreren Durchläufen ein.
- Taktische Kämpfe und Heldenprogression fühlen sich befriedigend an; Soundtrack und Optik treffen oft den richtigen Ton.
Nachteile
- Early-Access-Rauheiten: UI-Wirrwarr, holprige Texte, Bugs und Balance-Probleme.
- Einige Systeme wirken vereinfacht oder fehlen im Vergleich zu Endless Legend 1 (Diplomatie, AusrĂĽsten von Einheiten, Nebenfraktionen).
Spielermeinung
Die Spieler sind gespalten. Viele loben die Tidefall-Mechanik, die einzigartigen Fraktions-Spielstile und das süchtig machende „nur noch eine Runde“-Gefühl — oft wird die tolle Musik und die mitreißenden Kämpfe erwähnt. Kritiker vermissen den Charme und die Tiefe des Originals: holprige UI, schwächere Texte, weniger interessante Nebenfraktionen, entfernte Individualisierung und fragwürdige Designentscheidungen. Bugs und Balance-Probleme sind häufige Early-Access-Kritikpunkte, aber die Entwickler scheinen aktiv zu sein und liefern Patches; mehrere Spieler berichten von sichtbaren Verbesserungen. Wenn du EL1 geliebt hast, rechne mit einem anderen Vibe; willst du frische 4X-Ideen und verträgst Early Access, ist das einen Blick wert.
