Hades II Test — Größer, wilder Roguelike‑Zauber
Supergiants erstes Sequel erweitert Hades zu einem größeren, hexenhaften Roguelike: messerscharfer Kampf, endlose Build‑Möglichkeiten, beeindruckende Optik und Soundtrack — aber stärkere Grind‑Mechaniken und eine weniger fokussierte Geschichte trüben das Bild.
Hades II nimmt, was die Fans am ersten Teil liebten, und setzt noch mehr Waffen, Götter und Hexerei obendrauf — dann fordert es dich heraus, das zu überleben. Es fühlt sich vertraut an (Supergiant‑Politur, Darren Korb‑Ohrwürmer), ist aber in der Größe mutiger — manchmal auch zum eigenen Nachteil.

Du schlüpfst in die Rolle von Melinoë und rast durch flotten, sensibles Action‑Kampf, der Timing, Stellungsspiel und Experimentierfreude belohnt. Die Waffen haben Wucht und bringen jetzt mehr Nuancen durch Aspekte, Infusionen und die neue Hexerei/Arkane‑Schicht — wenn ein Build passt, hat das echte „Wow“-Momente. Gaben der Olympier prägen Runs, Familiars und Begleiter sorgen für Würze, und Tools of the Unseen plus der Altar der Asche schaffen Meta‑Entscheidungen, die zählen. Das Spiel bietet zwei Pfade (Oberwelt vs. Unterwelt), dutzende vertonte Charaktere und markante Bosskämpfe, die Aufmerksamkeit verlangen. Die Präsentation ist erste Sahne: handgemalte Umgebungen, geschmeidigere 3D‑Charaktere und ein mitreißender Soundtrack. Allerdings ähneln sich manche Waffen‑Aspekte, einige Arenen sind zu chaotisch, und viel Progression steckt hinter Ressourcen‑Grind und RNG — das dehnt Runs und kann das Freischalten bestimmter Upgrades zäh machen. Zugänglichkeitsprobleme (flackernde Effekte) und teils übermächtige Boon‑Kombos treten ebenfalls auf, aber das Kampfsystem und die Entdeckerlust ziehen dich trotzdem immer wieder rein.

Hades II ist ein triumphales, ehrgeiziges Sequel: brillant im Kampf und in der Präsentation, mit gelegentlichen Bremsspuren bei Progression und Erzähltempo. Für die meisten Spieler lohnt sich die Reise — bereite dich auf lange Runs, clevere Builds und einen Soundtrack vor, der haften bleibt.






Vorteile
- Ausgezeichneter, flüssiger Kampf mit großer Build‑Vielfalt und befriedigendem Waffen‑Gefühl.
- Beeindruckende Optik und Soundtrack — Supergiant‑Präsentation vom Feinsten.
- Riesiger Wiederspielwert: neue Götter, Begleiter, Familiars und nahezu endlose Kombinationen.
Nachteile
- Progression wirkt grindig; wichtige Upgrades brauchen oft viele Runs und RNG‑Glück.
- Story und Charakterentwicklungen treffen nicht für alle Spieler so präzise wie im Original.
Spielermeinung
Spieler loben vor allem das Kampfsystem, die Optik und den Soundtrack — viele haben hunderte Stunden investiert und entdecken noch Neues. Gelobt werden zudem Waffen‑Vielfalt, Begleiter und das Entdeckergefühl. Kritik richtet sich gegen stärkeren Grind, RNG‑abhängige Prophezeiungen, teils repetitive oder chaotische Arenen und eine Erzählung, die nicht so stark trifft wie bei Hades I. Einige erwähnen auch Zugänglichkeitsprobleme durch flackernde Effekte. Wer primär kurzfristigen Kampfspaß sucht, wird es lieben; wer vor allem Story und tightes Pacing will, sollte seine Erwartungen dämpfen.
