Hollow Knight: Silksong Review – Schillerndes, bittersüßes Metroidvania
Als Hornet habe ich Pharlooms seidenen Schrecken durchstreift: handgezeichnete Schauplätze, ein orchestraler Soundtrack, der unter die Haut geht, und messerscharfer Kampf — aber auch miese Gauntlets, lange Runbacks und grindige Ressourcen. Ein Meisterwerk, das dich zugleich zur Weißglut treiben kann.
Silksong ist nicht einfach Hollow Knight 2. Hornet ist flotter, die Treffer sitzen härter, die Welt (Pharloom) ist größer und lebendiger — und Team Cherry hat Schwierigkeit und Systeme weitergetrieben als viele dachten. Wer das Original liebt, bekommt Bekanntes — nur mit schärferen Zähnen.

Du steuerst Hornet in einem akrobatischen 2D‑Metroidvania: präziser Nadelkampf, diagonaler Pogo und ein Set an »Crests«, die dein Grundmoveset verändern. Erkundung belohnt Geduld — neue Bereiche, Geheimnisse und NPCs verbergen sich hinter cleverer Fortbewegung und herstellbaren Werkzeugen. Es gibt Dutzende Crests, viele rote/blaue Tools, und ein Währungsknäuel aus Silk, Shards und Rosaries, das Fortschritt und Crafting antreibt. Boss-Design reicht von eleganten Set‑Pieces bis zu Wellen/Gauntlet‑Räumen, die wie Ausdauertests wirken; über 40 legendäre Bosse warten. Christopher Larkins Musik taucht Szenen in Atmosphäre, die Grafik ist handgezeichnete Perfektion. Rechne mit langen Runbacks zu manchen Arenen, fieser Plattform‑Kost (Bilewater, ja) und einer Schwierigkeitskurve, die hitzig diskutiert wurde — Patches haben ein paar Spitzen entschärft, aber das Spiel belohnt geduldiges, experimentelles Spielen. Steel Soul und Post‑Launch‑Inhalte versprechen noch mehr Biss.

Silksong ist ein meisterhafter Nachfolger: atemberaubend, klug — und manchmal gnadenlos. Ein seltener Teil, der den Vorgänger erweitert und zuspitzt — aber keine leichte Nostalgie‑Wiederholung.








Vorteile
- Wunderschöne Optik und ein unvergesslicher orchestraler Soundtrack.
- Flüssiger, ausdrucksstarker Kampf — Hornets Moveset und Crests sitzen wunderbar.
- Riesige, liebevoll gestaltete Welt voller Geheimnisse, denkwĂĽrdiger Bosse und Wiederspielwert.
Nachteile
- Schwierigkeits‑Spitzen, viele Gauntlets und lange Runbacks wirken mitunter strafend.
- Ressourcen‑Ökonomie und einige repetitive Wunsch/Quest‑Designs machen Teile grindig.
Spielermeinung
Spieler loben die Politur: Optik, Bosse und Larkins Musik werden fast einhellig gefeiert. Viele genießen Hornets schnelleren, dynamischeren Kampf und die enorme Menge an Inhalten. Kritik richtet sich auf die Balance — Doppel‑Schäden, Gegner‑Schwärme und lange Runbacks frustrierten Gelegenheitsspieler — sowie auf das Shard/Rosary‑System, das Farmen erzwingen kann. Wer Hollow Knight liebte, wird Silksong vermutlich auch mögen, sollte aber auf eine andere, härtere Fahrt vorbereitet sein; DLC und Balance‑Patches glätteten bereits einige Kanten.
