METAL GEAR SOLID Δ: SNAKE EATER Review — Schön, aber mit Macken
Ein treues, oft atemberaubendes Remake von MGS3, das Story und Charme bewahrt — aber Vorsicht: Performance auf dem PC und altbackene Mechaniken sorgen für Stolpersteine. Für Fans toll, am besten im Sale kaufen.
Ich bin mit ordentlich Nostalgie ins Snake Eater-Remake gesprungen — das Spiel ist eine Liebeserklärung an das Original: dieselbe verrückte Cold-War-Story, jetzt in Unreal Engine 5. Wer das PS2-Klassiker geliebt hat, wird befriedigt; wer nicht, dem stechen die alten Macken gelegentlich noch weh.

Das Kernspiel bleibt stealth-orientiert mit einer ordentlichen Portion Bond-auf-Kojima-Storytelling. Es gibt zwei Steuerungsmodi: die moderne Third-Person-Perspektive, die Zielen und Inventarwechsel zeitgemäß macht, und einen Legacy-Modus, der versucht, Kamera und Eingaben des Originals nachzubilden. Tarnung, Ausdauer und Überlebensaspekte sind weiterhin wichtig und dank QoL-Verbesserungen wie schnellem Tarnungswechsel und Radialmenüs leichter zu handhaben. Bosskämpfe haben nach wie vor ihr dramatisches Flair, wirken bei einigen Kämpfen aber etwas ungelenk mit der neuen Kameraführung. Neue Extras (Snake vs Monkey, Fox Hunt Multiplayer, Guy Savage Δ, Secret Theater) sorgen für Wiederspielwert, Fox Hunt ist auf dem PC aber oft leer. Optisch sind der Dschungel, die Gesichter und das Battle-Damage-System atemberaubend — Narben und Dreck erzählen deine Geschichte — doch rechne mit Shader-Stottern, einer 60-FPS-Grenze ohne Anpassungen und gelegentlichen Abstürzen auf manchen Systemen. Wenn du den klassischen MGS3-Charme mit moderner Politur suchst (und einen holprigen PC-Start akzeptierst), dann ist das hier das Paket.

METAL GEAR SOLID Δ: SNAKE EATER ist ein liebevolles, stellenweise brillantes Remake, das klassische Momente neu aufleben lässt — erwarte nur keinen perfekten technischen Launch. Fans sollten es spielen; alle anderen warten auf Rabatt oder Bugfixes.











Vorteile
- Fantastische Optik, Audio und Charakterpräsentation — alte Momente wirken neu.
- Treue Erzählung und Sprachaufnahmen; Kojimas Verrücktheiten bleiben auf die richtige Art erhalten.
- Moderne QoL- und Steuerungsoptionen plus Legacy-Schalter — wähle dein Komfortniveau.
Nachteile
- Wackelige PC-Performance, Shader-Stottern und Abstürze auf manchen Systemen — Optimierung nötig.
- Einige Mechaniken wirken weiterhin holprig oder inkonsistent (Tranq-Pistolen-Kurve, gelegentliche Menü-/Steuerungsärgernisse).
Spielermeinung
Spieler loben die visuelle Überarbeitung, die treue Story und die praktischen QoL-Features — viele sagen, es fühlt sich an, als würde man Snake Eater mit neuen Augen erleben. Kritik gibt es vor allem an mangelhafter PC-Optimierung, Abstürzen und daran, dass das Remake manchmal zu treu ist (es bietet wenig Neues außer Grafik und Steuerung). Wenn du Klassiker wie das originale MGS3 liebst oder ein cineastisches Stealth-Drama im Kalten Krieg willst, wirst du das Spiel vermutlich mögen; wenn du eine technisch saubere, neu konzipierte Version erwartest, warte auf Patches oder einen Sale.
