Cronos: The New Dawn Review – Brutaler Survival‑Horror, bei dem jede Kugel zählt
Ich habe Bloober Teams zeitverzerrenden Survival‑Shooter gespielt und wurde nicht mehr los: wunderschöne, bedrückende Atmosphäre, clevere Ideen (Merging, Essences), aber nervige Inventar‑Limits und Technikprobleme bremsen. Für Dead‑Space/RE‑Fans—lieber im Sale.
Cronos: The New Dawn vereint osteuropäischen Brutalismus, Zeitrisse und Körperhorror zu einem Third‑Person‑Survival‑Shooter, der gleichermaßen bedächtig wie grausam ist. Wer Dead Space oder moderne Resident Evil mag, findet hier vertraute Genrefacetten—mit typischen Bloober‑Eigenheiten obendrauf.

Du steuerst einen Traveler, der in Zukunftsödlanden nach Zeitrissen sucht und in das Polen der 1980er springt. Das Kernspiel ist ein bedächtiges Third‑Person‑Shooter‑Erlebnis: geladene Schüsse, knappe Munition, Crafting und Waffen‑Upgrades. Gegner können Leichen verschlingen und sich ‚mergen‘ — ein angespannter Prioritätsmechanismus, der dich zwingt, Leichen schnell mit Fackeln oder Pyres zu verbrennen. Der Harvester erlaubt das Extrahieren von Essenzen aus der Vergangenheit, die passive Boni geben, dabei aber deine Sicht und den Verstand stören (spielerisch nett, visuell manchmal störend). Es gibt leichte Rätsel mit Gravitäts‑/Zeit‑Anomalien und ein paar Nebenwege, die Erkundung belohnen, insgesamt ist das Leveldesign aber recht linear. Das Inventar ist absichtlich knauserig, das verstärkt das Überlebensgefühl, führt aber oft zu Rückwegen und ärgerlichem Management. Audio, Beleuchtung und Optik gehören zur Genre‑Spitze und verkaufen die Beklemmung besser als die meisten. Rechne mit einer stetigen Schwierigkeit, solidem NG+ und einem Spiel, das Planung mehr belohnt als wildes Geballer.

Cronos: The New Dawn ist ein spannender, handwerklich starker Survival‑Horror mit großartiger Stimmung und einigen cleveren Mechaniken — rechne aber mit Inventarfrust und technischen Macken. Wenn du wählerisch bist: lieber im Sale. Liebt du methodischen Horror, solltest du es nicht verpassen.






Vorteile
- Hervorragende Atmosphäre und Sounddesign – die Welt wirkt sofort greifbar.
- Cleveres Kampf‑Konzept: Leichen‑Merging erzwingt Prioritäten, Leichen verbrennen sorgt für Spannung.
- Sinnvolle Progression und NG+‑Wert durch Essences sowie Anzug‑ und Waffenupgrades.
Nachteile
- Karges Inventar und häufiges Zurücklaufen wirken mitunter bestrafend statt spannend.
- Technikprobleme: Stottern/Optimierung und gelegentliche Abstürze wurden auf verschiedenen Systemen gemeldet.
Spielermeinung
Spieler loben vor allem Atmosphäre, Sound und das angespannte Ressourcen‑Management, das an Dead Space oder Resident Evil erinnert. Besonders Merging und die Essences gelten als gelungene Ideen. Kritik gibt es am begrenzten Inventar, teils monotonen Gebieten/Feinden und technischen Problemen (FPS‑Drops, Abstürze). Wer auf bedächtigen Survival‑Horror steht und kleine Macken verzeiht, findet hier viel Gutes.
