SILENT HILL f Review — Ryukishi07s unheimliches Japan der 1960er, hakelige Kämpfe
Ein visuell und akustisch beeindruckender Silent Hill-Ableger, der Atmosphäre und Art-Design trifft — aber bei Kampf und beim Erzählen leidet. Für Stimmungsfans top, für Action-Mümmel eher frustrierend.
SILENT HILL f wirft dich in eine nebelverhangene Kleinstadt im Japan der 1960er und setzt voll auf Stimmung, Folklore und Ryukishi07s Talent für verstörende Rätsel. Wer auf Sounddesign und Optik steht, wird belohnt — im Kampf fehlt aber oft die Feinjustierung.

Du schlüpfst in die Rolle von Hinako in Ebisugaoka, einer kompakt, aber wunderschön gestalteten Bergstadt, die sich nach und nach in groteske Anderwelten auflöst. Gameplay kombiniert Erkundung, Inventarmanagement, Umgebungsrätsel (mit schwierigkeitsabhängigen Lösungen) und häufige Nahkampfbegegnungen. Der Kampf nutzt Ausdauer, ein Sanity/Focus-System, Waffenhaltbarkeit und Konter — eine Souls-like-Note, die polarisiert: Bosse funktionieren oft gut, Standardgegner wirken repetitiv und hakelig. Fünf Enden sind verfügbar; der erste Durchgang ist fix, New Game+ offenbart neue Szenen, andere Bosse und Routen. Sound ist ein großes Plus — 3D-Mix, Beiträge von Akira Yamaoka und traditionelle japanische Texturen schaffen eine bleibende Klangwelt. Die Optik ist in 4K opulent, Monster- und Schrein-Designs sind eindrucksvoll, und die Deluxe-Edition enthält Soundtrack, Artbook und ein Kostüm. Einige PC-Spieler berichteten zu Release von Stottern und Performance-Problemen, Patches und Einstellungen haben das bei vielen aber gebessert.

SILENT HILL f ist ein kunstvoll erzählter, visuell beeindruckender psychologischer Horror mit echtem narrativem Ehrgeiz — gebremst von polarisierendem Kampf und einem Wiederspiel-Aufbau, der Geduld verlangt. Bei Problem mit dem Kampf auf Sale warten; ansonsten lohnt sich das Spiel allein wegen der Stimmung.







Vorteile
- Beeindruckende Atmosphäre, Art-Design und immersiver 3D-Audio
- Vielschichtige, verstörende Geschichte von Ryukishi07 mit starker Symbolik
- Hoher Wiederspielwert — NG+ ändert Abläufe, mehrere Enden und versteckte Szenen
Nachteile
- Kampf wirkt hakelig, Ausdauer-/Haltbarkeitsmechaniken unterbrechen oft die Spannung
- Mehrere komplette Durchläufe nötig, um die Story voll zu sehen — kann zäh werden
Spielermeinung
Spieler loben vor allem die Atmosphäre, Optik, den Soundtrack und Ryukishi07s Skript — viele heben Stadt- und Monsterdesign hervor. Kritik richtet sich auf den Kampf (Ausdauer, Waffenverschleiß, hakelige Ausweich-Mechanik) und das Tempo: erzwungene Kämpfe und wiederholte Inhalte machen manche Durchläufe zur Schinderei. Performance-Probleme auf bestimmten PC-Konfigurationen und die Notwendigkeit mehrerer Durchgänge, um die ganze Wahrheit zu sehen, ließen manche auf Rabatte warten. Wer langsamen psychologischen Horror mögen und Notizen sowie Cutscenes durchforsten will, wird wahrscheinlich hängen bleiben; wer Souls-artige Ausdauer-Mechaniken und repetitive Kämpfe verachtet, sollte seine Erwartungen dämpfen.
