Slime Rancher 2 Test – Wunderschön, aber manchmal zu grindig
Ich bin mit Bea zurück auf Rainbow Island – Slime Rancher 2 ist ein charmantes, farbenfrohes Sequel, das vieles verfeinert, aber mehr Laufwege, Ressourcen-Grind und eingeschränktere Automatisierung mitbringt, die Fans stören könnte.
Slime Rancher 2 setzt Beatrix LeBeaus Abenteuer auf einer prismatisch-bunten Insel fort, voller neuer Viecher, Gadgets und einer funkelnden Konservatorien-Basis zum Dekorieren. Wer die entspannte Schleim-Schleife des ersten Teils mochte, wird vieles wiedererkennen — aber rechne mit mehr Lauferei, Ressourcenjagd und weniger bequemer Automatisierung.

Das Spielprinzip ist vertraut: Slimes mit dem Vacpack fangen, füttern, Plorts ernten, Ausrüstung aufrüsten und die Basis ausbauen — diesmal rund um ein hübsches Konservatorium auf Rainbow Island. Die Karte ist größer, mit abwechslungsreichen Biomen, einigen wirklich netten Slime-Mechaniken und Umweltereignissen, die das Erkunden frisch halten. Neue Gadgets und Spielzeuge geben den Slimes Persönlichkeit, und Drohnen gibt es zwar, sie fühlen sich aber absichtlich eingeschränkt an — man findet Bauteile in der Welt und hat ein Limit an Helfern. Crafting und Upgrades setzen stärker auf gesammelte Materialien statt nur Geld, das belohnt Erkunden, sorgt aber auch für mehr Lauferei. Markt und Plort-Ökonomie verhalten sich anders: Anfangspreise fallen schnell, daher funktionieren Lagerstrategien nicht mehr wie früher. Es gibt QoL-Verbesserungen und eine polierte Optik/Soundkulisse — die Welt sieht und klingt großartig — aber einige Designentscheidungen (Teleportkühlzeiten, begrenzte Automatisierung, teure Endgame-Upgrades) sorgen für Grind. Endgame-Bereiche wie das Grey Labyrinth polarisieren: für manche schöne Rätsel, für andere öde Schinderei. Insgesamt ist es eine gelungene Weiterentwicklung mit viel Liebe in Optik und Charme, auch wenn Tempo und Grind Geduld verlangen.

Slime Rancher 2 ist ein liebenswertes, skurriles Sequel, das Atmosphäre und Erkundung ausbaut — doch Designentscheidungen zu Grind und Automatisierung verhindern die perfekte Weiterentwicklung. Auf jeden Fall spielenswert, besonders im Sale, wenn du auf gemütliches Sandboxen mit gelegentlichem Kleinkram stehst.













Vorteile
- Wunderschöne Optik und Sound, die das Erkunden zum Vergnügen machen.
- Viele neue Slimes, Spielzeuge und Gadgets — mehr Charakter und Interaktion.
- Sinnvoller Craft-/Erkundungs-Loop: Upgrades an Materialien gebunden belohnen das Umherziehen.
Nachteile
- Fühlt sich grindiger an als der Vorgänger — viel Lauferei und Ressourcen-Sammelaufgaben.
- Automatisierung ist eingeschränkt (Drohnen wirken limitiert), was den Endgame-Fluss schwächt.
Spielermeinung
Die Spielermeinungen gehen auseinander: Viele lieben Optik, neue Slimes und die entspannte Stimmung, loben das Konservatorium und die polierte Präsentation. Kritiker bemängeln starken Grind, umständliche Reisen zwischen Zonen, schwächere Automatisierung und teils wiederverwendete Assets bzw. leere Bereiche. Wer Slime Rancher wegen Charme und Bastelspaß mochte, wird SR2 wahrscheinlich genießen — wer eine straffere, weniger repetitive Schleife will, sollte sich auf Frust gefasst machen.
