Warhammer 40.000: Dawn of War - Definitive Edition Review — Klassischer RTS mit Macken
Ich bin nochmal in das 41. Jahrtausend zurückgekehrt, um zu prüfen, ob die Definitive Edition dem Original gerecht wird. Alle Kampagnen und Fraktionen sind enthalten, Grafik und Mod-Support wurden modernisiert — doch Bugs und Balance-Probleme trüben den Sieg.
Die Definitive Edition ist das vertraute, squad-basierte RTS, mit dem viele von uns aufgewachsen sind, nun für moderne Rechner aufbereitet. Wer die alten Relic-Klassiker mochte, bekommt das gleiche Gameplay mit höher aufgelösten Texturen und QoL-Verbesserungen — aber keine fehlerfreie Auferstehung.

Kern des Spiels ist das klassische Dawn of War: Punkte erobern, Trupps und Basen bauen und mit fraktionsspezifischen Taktiken Gegner ausmanövrieren. Es gibt neun eigenständige Fraktionen (Space Marines, Orks, Eldar, Chaos, Imperial Guard, Tau, Necrons, Dark Eldar, Sisters of Battle) und vier komplette Kampagnen inklusive Dark Crusade und Soulstorm — praktisch vier Spiele in einem Paket. Die Definitive Edition bringt 64-Bit-Unterstützung, eine moderne Kamera mit größerer Sichtweite, überarbeitete Unit-Texturen und image-basierte Beleuchtung, sodass Panzer und Jetpacks auf 4K plötzlich knackig aussehen. Relic hat außerdem einen integrierten Mod-Manager hinzugefügt und die Kompatibilität mit Jahrzehnten an Community-Mods verbessert — mit dem Unification-Mod wird das Spiel in bester Manier ausgeweitet. Positiv: Pfadfindung und UI-Skalierung wurden für moderne Breitbildschirme verbessert (ein Segen auf meinem Monitor), trotzdem melden manche Spieler weiterhin seltsames Einheitenverhalten in hitzigen Gefechten. Multiplayer und Skirmish bleiben hektisch und taktisch: 2–8 Spieler, viele Karten und Modi sorgen für Abwechslung. Balance und KI sind jedoch nicht immer stabil — erwartet Partien, in denen die CPU wahlweise schläfrig oder verdächtig großzügig mit Ressourcen ist. Wer ein taktisches, facettenreiches RTS mit hoher Wiederspielbarkeit mag, wird bedient — aber mit ein paar Unebenheiten, bis Relic weiter nachpoliert.

Dawn of War: Definitive Edition ist eine liebevolle Neuauflage mit viel Inhalt und modernen Komfortfunktionen, kommt aber mit genug Ecken und Kanten, um mich vorsichtig zu stimmen. Kauft es wegen der Kampagnen und Mods; besitzt ihr bereits die Originals oder mögt keine Patch‑Abenteuer, wartet auf Rabatte.










Vorteile
- Alles in einem: Basis-Spiel plus drei Erweiterungen und neun Fraktionen.
- Moderne Verbesserungen — 64‑Bit, bessere Kamera, höher aufgelöste Texturen und Mod-Manager.
- Immer noch das befriedigende, taktische Dawn of War-Spielgefühl und starker Nostalgie-Faktor.
Nachteile
- Beharrliche Bugs, merkwürdige KI und Balance-Probleme, die Partien kaputtmachen können.
- ‚Definitive‘ fühlt sich inhaltlich dünn an — der Preis schmerzt, wenn man die Originale besitzt.
Spielermeinung
Die Spielermeinungen sind geteilt: Viele freuen sich, ihr Lieblings-RTS auf modernen PCs mit besserer Optik, Pfadfindung und Mod‑Support wiederzusehen (Unification wird oft gelobt). Andere genießen die Kampagnen und Nostalgie, kritisieren aber Bugs, KI‑Cheating/Unbalance und gelegentliche UI- bzw. Schriftgrößen-Probleme. Wer klassische Squad‑RTS mag oder die Mod‑Szene liebt, ist hier richtig — wenn euch Balance und Stabilität wichtig sind, wartet auf Patches oder einen Sale.
